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	<title>Kommentare für Schadenfriendly – Whatever you say, it's linguistic.</title>
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	<description>Whatever you say, it's linguistic.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 Apr 2010 11:30:04 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Keinen Plan, aber erst mal schön standardisieren von Kim</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/04/19/keinen-plan-aber-erst-mal-schon-standardisieren/comment-page-1/#comment-125</link>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 11:30:04 +0000</pubDate>
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		<description>Dass man auch über Identität spricht, wenn man über Dialekte spricht, liegt auf der Hand. Man könnte sogar sagen, Sprachpolitik-Diskussionen sind eine Stellvertreterdiskussion, gerade in der Schweiz. Ich wollte einfach nicht noch ein Fass aufmachen, da es in diesem Blog ja primär um die Sprache als solches gehen soll.

Ich bin derselben Ansicht, was Identitäten und Esperanto betrifft – die Frage ist halt, wie man das grosse Ganze (die Identität als Weltbürger) mit der lokalen Verankerung zusammenbringt. Und da glaube ich eigentlich, dass die Schweiz in Sachen Sprachen vieles richtig macht. Mehrsprachigkeit ist Teil der Schweizer Selbstverständnisses und das öffnet Horizonte und stärkt gleichzeitig die Identität.

Wenn die Welschen merken, dass die Deuschschweizer ein gespanntes Verhältnis zum Hochdeutsch haben, sind sie verärgert, weil sie meinen, &quot;für uns&quot; Hochdeutsch zu lernen. Aber Hochdeutsch hat nun mal eine Sonderrolle (bzw. &quot;Identitäts-Implikationen&quot;), was man daran merkt, dass dann alle gleich extrem sensibel (bis populistisch) werden. Natürlich wäre ein entspannteres Verhältnis wünschenswert, aber so sind nun mal die momentanen Animositäten. Da nützt es auch nichts, wenn einer daherkommt und die Hochdeutschkompetenz der Schweizer runtermacht. Man müsste vermitteln, dass das Hochdeutsche keine Bedrohung für die Identität ist, sondern Teil eines positiven Selbstbewusstseins sein könnte, aber das ist dann eben nicht so einfach. Und darum wird es noch viele aufgeladene Debatten darüber geben...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass man auch über Identität spricht, wenn man über Dialekte spricht, liegt auf der Hand. Man könnte sogar sagen, Sprachpolitik-Diskussionen sind eine Stellvertreterdiskussion, gerade in der Schweiz. Ich wollte einfach nicht noch ein Fass aufmachen, da es in diesem Blog ja primär um die Sprache als solches gehen soll.</p>
<p>Ich bin derselben Ansicht, was Identitäten und Esperanto betrifft – die Frage ist halt, wie man das grosse Ganze (die Identität als Weltbürger) mit der lokalen Verankerung zusammenbringt. Und da glaube ich eigentlich, dass die Schweiz in Sachen Sprachen vieles richtig macht. Mehrsprachigkeit ist Teil der Schweizer Selbstverständnisses und das öffnet Horizonte und stärkt gleichzeitig die Identität.</p>
<p>Wenn die Welschen merken, dass die Deuschschweizer ein gespanntes Verhältnis zum Hochdeutsch haben, sind sie verärgert, weil sie meinen, &#8220;für uns&#8221; Hochdeutsch zu lernen. Aber Hochdeutsch hat nun mal eine Sonderrolle (bzw. &#8220;Identitäts-Implikationen&#8221;), was man daran merkt, dass dann alle gleich extrem sensibel (bis populistisch) werden. Natürlich wäre ein entspannteres Verhältnis wünschenswert, aber so sind nun mal die momentanen Animositäten. Da nützt es auch nichts, wenn einer daherkommt und die Hochdeutschkompetenz der Schweizer runtermacht. Man müsste vermitteln, dass das Hochdeutsche keine Bedrohung für die Identität ist, sondern Teil eines positiven Selbstbewusstseins sein könnte, aber das ist dann eben nicht so einfach. Und darum wird es noch viele aufgeladene Debatten darüber geben&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Keinen Plan, aber erst mal schön standardisieren von Sandro</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/04/19/keinen-plan-aber-erst-mal-schon-standardisieren/comment-page-1/#comment-123</link>
		<dc:creator>Sandro</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 23:38:44 +0000</pubDate>
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		<description>Aber die Frage nach der Identitätsstiftung durch Sprache ist interessant. Man kann nämlich problemlos SOWOHL eine &quot;lokale&quot; (dialektale) Identität haben WIE AUCH eine weitergehende (sei das als Schweizer, als Deutsch-Muttersprachler, als Europäer, als Westler oder, nach Ludwig Zamenhofs Ideal, als Teil der gesamten &quot;Menschenfamilie&quot;)

Gerade im Zusammenhang mit Lokalpatriotismus (FCB-Anhängerschaft lässt grüssen...) und Nationalstolz (erkennbar z.B. an der Wahrnehmung der Rolle der Schweiz im 2. Weltkrieg oder an der täglich vor Mitternacht auf Radio DRS gesendeten Nationalhymne) wird offensichtlich: Das eine schliesst das andere nicht aus. 

Das wurde mir erstmals richtig klar, als ich das bei Zamenhof (oder einem in seiner Tradition stehenden Autoren)  gelesen habe, denn bei den Überlegungen zu Esperanto kommt dem Zusammenhang zwischen Sprache und Identität natürlich eine grosse Bedeutung zu.

Ob nun das (wohl agglutinierende, aber doch sehr europäisch geprägte) Esperanto tatsächlich zur Stiftung einer globalen &quot;Menschheits-Identität&quot; fähig wäre, bezweifle ich, wohingegen diese Sprache als Hauptarbeitssprache in der EU geradezu prädestiniert zu sein scheint.

In der Hoffnung, dass die Menscheit, ob mit oder ohne Esperanto, kapiert, dass sie (zumindest grösstenteils;) aus Menschen besteht und nicht aus &quot;Freund&quot; und &quot;Feind&quot; grüsst aus Basel

Sandro</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aber die Frage nach der Identitätsstiftung durch Sprache ist interessant. Man kann nämlich problemlos SOWOHL eine &#8220;lokale&#8221; (dialektale) Identität haben WIE AUCH eine weitergehende (sei das als Schweizer, als Deutsch-Muttersprachler, als Europäer, als Westler oder, nach Ludwig Zamenhofs Ideal, als Teil der gesamten &#8220;Menschenfamilie&#8221;)</p>
<p>Gerade im Zusammenhang mit Lokalpatriotismus (FCB-Anhängerschaft lässt grüssen&#8230;) und Nationalstolz (erkennbar z.B. an der Wahrnehmung der Rolle der Schweiz im 2. Weltkrieg oder an der täglich vor Mitternacht auf Radio DRS gesendeten Nationalhymne) wird offensichtlich: Das eine schliesst das andere nicht aus. </p>
<p>Das wurde mir erstmals richtig klar, als ich das bei Zamenhof (oder einem in seiner Tradition stehenden Autoren)  gelesen habe, denn bei den Überlegungen zu Esperanto kommt dem Zusammenhang zwischen Sprache und Identität natürlich eine grosse Bedeutung zu.</p>
<p>Ob nun das (wohl agglutinierende, aber doch sehr europäisch geprägte) Esperanto tatsächlich zur Stiftung einer globalen &#8220;Menschheits-Identität&#8221; fähig wäre, bezweifle ich, wohingegen diese Sprache als Hauptarbeitssprache in der EU geradezu prädestiniert zu sein scheint.</p>
<p>In der Hoffnung, dass die Menscheit, ob mit oder ohne Esperanto, kapiert, dass sie (zumindest grösstenteils;) aus Menschen besteht und nicht aus &#8220;Freund&#8221; und &#8220;Feind&#8221; grüsst aus Basel</p>
<p>Sandro</p>
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		<title>Kommentar zu Keinen Plan, aber erst mal schön standardisieren von Kim</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/04/19/keinen-plan-aber-erst-mal-schon-standardisieren/comment-page-1/#comment-121</link>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 16:51:12 +0000</pubDate>
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		<description>Naja, eher geschickt (bis billig) aus der Affäre gezogen ;) Die ganze Sprachpolitik-, Bildungs- und Identitätspolitik hat ja nichts mehr direkt mit Linguistik zu tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja, eher geschickt (bis billig) aus der Affäre gezogen ;) Die ganze Sprachpolitik-, Bildungs- und Identitätspolitik hat ja nichts mehr direkt mit Linguistik zu tun.</p>
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		<title>Kommentar zu Keinen Plan, aber erst mal schön standardisieren von ke</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/04/19/keinen-plan-aber-erst-mal-schon-standardisieren/comment-page-1/#comment-120</link>
		<dc:creator>ke</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 00:16:37 +0000</pubDate>
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		<description>Genialer Schlusssatz! :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Genialer Schlusssatz! :)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu FeministInnen, TotengräberInnen der deutschen Sprache &#8211; die alte Geschichte vom generischen Maskulinum von Kim</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/01/21/feministinnen-totengraberinnen-der-deutschen-sprache-die-alte-geschichte-vom-generischen-maskulinum/comment-page-1/#comment-105</link>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 21:47:05 +0000</pubDate>
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		<description>@Patrick: verdammt guter Einwand... Scheint mir irgendwie eine Frage der Wahrnehmung; Ich nehme es schon so wahr, dass das Nomen agentis auf -er endet (implizit männlich, früher vielleicht eher generisches Maskulinum) und die weibliche Form davon auf -in. Aber man könnte das Ganze auch reanalysieren als &quot;-erin&quot;, weil man ja nicht zuerst an einen Mann denkt, von dem dann die weibliche Bezeichnung abgeleitet ist... (Kann man da noch folgen?) Vielleicht ein Hinweis, dass -er früher wirklich androgyn war?

@Anja: Ich kenne nur &quot;das Girl&quot;, &quot;die Girl&quot; hab ich noch nie gelesen!?

Im Mittelhochdeutschen hatten wir auch noch drei Personalpronomina für die 3. Pl. (sagt der Etymologieduden). 

Die Spanier – und Spanierinnen ;) - haben dann ja auch dasselbe Problem, siehe &quot;ell@s&quot;... Aber ich glaub, das ist da nicht so ein Thema wie bei uns, oder? Ich mag mich noch erinnern, wie unser Französischlehrer uns erklärte, dass es im Plural immer &quot;ils&quot; heisse, sobald ein Mann dabei sei – auch wenn es eine Million Frauen seien. Gender-mässig ist die Differenzierung also auch nicht sooo der Hit ;)

Und danke für die lobenden Worte :)

Wenn noch jemand den ultimativen Vorschlag hat, den Frauen in Texten ästhetisch Tribut zu zollen ohne sich im Geringsten zu verrenken, immer melden...  (&quot;so wie früher&quot; gilt nicht!)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Patrick: verdammt guter Einwand&#8230; Scheint mir irgendwie eine Frage der Wahrnehmung; Ich nehme es schon so wahr, dass das Nomen agentis auf -er endet (implizit männlich, früher vielleicht eher generisches Maskulinum) und die weibliche Form davon auf -in. Aber man könnte das Ganze auch reanalysieren als &#8220;-erin&#8221;, weil man ja nicht zuerst an einen Mann denkt, von dem dann die weibliche Bezeichnung abgeleitet ist&#8230; (Kann man da noch folgen?) Vielleicht ein Hinweis, dass -er früher wirklich androgyn war?</p>
<p>@Anja: Ich kenne nur &#8220;das Girl&#8221;, &#8220;die Girl&#8221; hab ich noch nie gelesen!?</p>
<p>Im Mittelhochdeutschen hatten wir auch noch drei Personalpronomina für die 3. Pl. (sagt der Etymologieduden). </p>
<p>Die Spanier – und Spanierinnen ;) &#8211; haben dann ja auch dasselbe Problem, siehe &#8220;ell@s&#8221;&#8230; Aber ich glaub, das ist da nicht so ein Thema wie bei uns, oder? Ich mag mich noch erinnern, wie unser Französischlehrer uns erklärte, dass es im Plural immer &#8220;ils&#8221; heisse, sobald ein Mann dabei sei – auch wenn es eine Million Frauen seien. Gender-mässig ist die Differenzierung also auch nicht sooo der Hit ;)</p>
<p>Und danke für die lobenden Worte :)</p>
<p>Wenn noch jemand den ultimativen Vorschlag hat, den Frauen in Texten ästhetisch Tribut zu zollen ohne sich im Geringsten zu verrenken, immer melden&#8230;  (&#8220;so wie früher&#8221; gilt nicht!)</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Esperanto von Ĉu esti aŭ ĉu esti ne &#171; Journalistenschredder</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/esperanto/comment-page-1/#comment-104</link>
		<dc:creator>Ĉu esti aŭ ĉu esti ne &#171; Journalistenschredder</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 10:50:52 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Ĉu esti aŭ ĉu esti&#160;ne  Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 22, 2010   Seit ich dieses, zugegeben, leicht surreale Video (unbedingt gucken) von Claude Piron gesehen habe, bin ich irgendwie doch sehr fasziniert, wenn nicht gar überzeugt, dass ich eines Tages Esperanto lernen werde. Warum nicht gleich damit anfangen? Die Verbformen sind ja schon mal Pipifax. Ein paar Einstiegslinks gibts hier. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Ĉu esti aŭ ĉu esti&nbsp;ne  Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 22, 2010   Seit ich dieses, zugegeben, leicht surreale Video (unbedingt gucken) von Claude Piron gesehen habe, bin ich irgendwie doch sehr fasziniert, wenn nicht gar überzeugt, dass ich eines Tages Esperanto lernen werde. Warum nicht gleich damit anfangen? Die Verbformen sind ja schon mal Pipifax. Ein paar Einstiegslinks gibts hier. [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu FeministInnen, TotengräberInnen der deutschen Sprache &#8211; die alte Geschichte vom generischen Maskulinum von Anja</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/01/21/feministinnen-totengraberinnen-der-deutschen-sprache-die-alte-geschichte-vom-generischen-maskulinum/comment-page-1/#comment-103</link>
		<dc:creator>Anja</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 08:01:41 +0000</pubDate>
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		<description>Ein Sahnestück von einem Beitrag! Vielen Dank für die schlaue sprachliche Analyse und Deine persönliche Wertung!

Mir gefällt die zwanghafte Doppelnennung im Deutschen gar nicht. Das Binnen-I mag für den Schriftgebrauch aktuell eine &quot;politisch korrekte&quot; Lösung darstellen, aber wie liest man so was vor? Da reden wir uns den Mund fusselig, um nicht alle als &quot;Lehrerinnen&quot; zu bezeichnen.
Geschlechtsneutrale Ausdrücke wie &quot;Lehrerschaft, Personal&quot; etc. sagen mir da schon eher zu. Eventuelle Wortneuschöpfungen in diesem Zusammenhang finde ich inspirierend. 

Wörter wie &quot;das Mädchen&quot; gefallen mir gerade deshalb gut, weil sie speziell sind. Alles, was ein -chen als Endung hat, ist nun mal sächlich. Ich würde mich sehr wundern, wenn in ein paar Jahrzehnten alle nur noch &quot;die Girl&quot; sagen würden, wenn wieder ein englisches Wort trendig eingedeutscht würde. Obwohl ich auch schon &quot;das Girl&quot; gelesen habe. Irgendwie ist das &quot;das&quot; doch fest in unseren Köpfen verankert...

Ich hoffe, es ist nicht zu weit hergeholt, wenn ich auf die Personalpronomen zu sprechen komme: 3. Pers. Plural ist bei uns immer &quot;sie&quot;. Da sind uns die Spanier seit Jahrhunderten (oder wie lange es deren Sprache gibt) voraus: ellos (für männliche bzw. gemischtgeschlechtliche Gruppen), ellas für rein weibliche Gruppen. Selbst für die Pronomen wir und ihr gibt es diese Unterscheidung in nosotros/nosotras und vosotros/vosotras. 

So sehr mir diese Differenzierung im Spanischen zusagt, so befremdlich wäre es für mich, im Deutschen auf einmal eine ähnliche Differenzierung vorzufinden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Sahnestück von einem Beitrag! Vielen Dank für die schlaue sprachliche Analyse und Deine persönliche Wertung!</p>
<p>Mir gefällt die zwanghafte Doppelnennung im Deutschen gar nicht. Das Binnen-I mag für den Schriftgebrauch aktuell eine &#8220;politisch korrekte&#8221; Lösung darstellen, aber wie liest man so was vor? Da reden wir uns den Mund fusselig, um nicht alle als &#8220;Lehrerinnen&#8221; zu bezeichnen.<br />
Geschlechtsneutrale Ausdrücke wie &#8220;Lehrerschaft, Personal&#8221; etc. sagen mir da schon eher zu. Eventuelle Wortneuschöpfungen in diesem Zusammenhang finde ich inspirierend. </p>
<p>Wörter wie &#8220;das Mädchen&#8221; gefallen mir gerade deshalb gut, weil sie speziell sind. Alles, was ein -chen als Endung hat, ist nun mal sächlich. Ich würde mich sehr wundern, wenn in ein paar Jahrzehnten alle nur noch &#8220;die Girl&#8221; sagen würden, wenn wieder ein englisches Wort trendig eingedeutscht würde. Obwohl ich auch schon &#8220;das Girl&#8221; gelesen habe. Irgendwie ist das &#8220;das&#8221; doch fest in unseren Köpfen verankert&#8230;</p>
<p>Ich hoffe, es ist nicht zu weit hergeholt, wenn ich auf die Personalpronomen zu sprechen komme: 3. Pers. Plural ist bei uns immer &#8220;sie&#8221;. Da sind uns die Spanier seit Jahrhunderten (oder wie lange es deren Sprache gibt) voraus: ellos (für männliche bzw. gemischtgeschlechtliche Gruppen), ellas für rein weibliche Gruppen. Selbst für die Pronomen wir und ihr gibt es diese Unterscheidung in nosotros/nosotras und vosotros/vosotras. </p>
<p>So sehr mir diese Differenzierung im Spanischen zusagt, so befremdlich wäre es für mich, im Deutschen auf einmal eine ähnliche Differenzierung vorzufinden.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu FeministInnen, TotengräberInnen der deutschen Sprache &#8211; die alte Geschichte vom generischen Maskulinum von Patrick Schulz</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/01/21/feministinnen-totengraberinnen-der-deutschen-sprache-die-alte-geschichte-vom-generischen-maskulinum/comment-page-1/#comment-102</link>
		<dc:creator>Patrick Schulz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 07:54:00 +0000</pubDate>
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		<description>Naja, wenn schon dann ist -erin das feminin-Sexus-Affix des Deutschen, sonst müsste es ja Lehrin statt Lehrerin heissen. Oder impliziert das, dass der Lehrer in der Lehrerin enthalten ist ;) ?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja, wenn schon dann ist -erin das feminin-Sexus-Affix des Deutschen, sonst müsste es ja Lehrin statt Lehrerin heissen. Oder impliziert das, dass der Lehrer in der Lehrerin enthalten ist ;) ?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu FeministInnen, TotengräberInnen der deutschen Sprache &#8211; die alte Geschichte vom generischen Maskulinum von Kim</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/01/21/feministinnen-totengraberinnen-der-deutschen-sprache-die-alte-geschichte-vom-generischen-maskulinum/comment-page-1/#comment-101</link>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 20:08:07 +0000</pubDate>
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		<description>Ist ja schon mal ein Vortschritt, wenn man nur noch über Ästhetik diskutieren muss und nicht über Notwendigkeit... ;)

Ich persönlich empfinde das Binnen-i (&quot;LehrerInnen&quot;) nicht als störend, sondern als kreative und schlaue Lösung. Aber womöglich muss man da politisch vorbelastet sein... Allerdings ist das Binnen-i z.B. auch bei der ZEIT in Gebrauch, wie ich neulich feststellte, und von der Uni Zürich wird es auch als eine mögliche Variante angegeben, steht man also nicht mehr abseits damit.

Die Studierendenzeitung kommt mir auch eher schräg rein, auch der Studierendenrat, wie wärs mit Studi-Rat? Allgemein scheint mir in Zusammensetzung das Problem nicht so akut, das generische Maskulinum noch eher intakt.

Beim Augenzwinkern richtung &quot;man/frau&quot; habe ich mich etwas naiv gestellt. So im Sinne eines Kompromisses. Natürlich ist diese Interpretation den Fundis nicht recht und die anderen nervt es tierisch, aber mich irgendwie nicht sooo sehr muss ich sagen... Belächle das eher, weil ich weiss, dass es sich nie durchsetzen wird. Es ist eine genauso sich-selbst-überschätzende präskriptive Umdefinierung wie dass ich bei &quot;Arbeitern&quot; bitteschön auch an Frauen denken soll.

Den Einwurf &quot;wen stören die maskulinen Formen&quot; halte ich für verfänglich, weil man damit alles rechtfertigen kann; darum bin ich der Meinung, dass man sich mit solchen Themen wohl oder übel auseinandersetzen muss, wenn man Texte schreibt, auch wenn es irgendwann anstrengt und diesen Beigeschmack von &quot;nur für die political correctness&quot; hat. Für mich gilt immer noch, dass schlussendlich die Haltung zählt, da hab ich mal was in einem anderen Zusammenhang dazu geschrieben: &lt;a href=&quot;http://www.jimynu.ch/blog/2009/06/01/neger-–-oder-sensibilisierung-durch-sprache/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Neger – oder: Sensibilisierung durch Sprache&lt;/a&gt; – und ich finde es dann auch nichts als richtig, diese Haltung auch &quot;symbolisch&quot; in die Sprache einfliessen zu lassen.

Wenn einen jetzt nur die Ästhetik stört... Naja, was kann man da machen... Wie du gesagt hast: hinschreiben, dass beide Geschlechter damit gemeint sind. Eine bessere Lösung hab ich auch nicht parat. Und sonst: sich am besten nicht zu fest darüber echauffieren, denn sooo ein grosses Ding sind die paar Stellen, wo sowas vorkommt, dann auch wieder nicht ;)
Jetzt hab ich auch einen Roman geschrieben, tja.

– PS: hab auch mal in deinem Blog &quot;gschnäugged&quot; und gleich den Feed abonniert :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ist ja schon mal ein Vortschritt, wenn man nur noch über Ästhetik diskutieren muss und nicht über Notwendigkeit&#8230; ;)</p>
<p>Ich persönlich empfinde das Binnen-i (&#8220;LehrerInnen&#8221;) nicht als störend, sondern als kreative und schlaue Lösung. Aber womöglich muss man da politisch vorbelastet sein&#8230; Allerdings ist das Binnen-i z.B. auch bei der ZEIT in Gebrauch, wie ich neulich feststellte, und von der Uni Zürich wird es auch als eine mögliche Variante angegeben, steht man also nicht mehr abseits damit.</p>
<p>Die Studierendenzeitung kommt mir auch eher schräg rein, auch der Studierendenrat, wie wärs mit Studi-Rat? Allgemein scheint mir in Zusammensetzung das Problem nicht so akut, das generische Maskulinum noch eher intakt.</p>
<p>Beim Augenzwinkern richtung &#8220;man/frau&#8221; habe ich mich etwas naiv gestellt. So im Sinne eines Kompromisses. Natürlich ist diese Interpretation den Fundis nicht recht und die anderen nervt es tierisch, aber mich irgendwie nicht sooo sehr muss ich sagen&#8230; Belächle das eher, weil ich weiss, dass es sich nie durchsetzen wird. Es ist eine genauso sich-selbst-überschätzende präskriptive Umdefinierung wie dass ich bei &#8220;Arbeitern&#8221; bitteschön auch an Frauen denken soll.</p>
<p>Den Einwurf &#8220;wen stören die maskulinen Formen&#8221; halte ich für verfänglich, weil man damit alles rechtfertigen kann; darum bin ich der Meinung, dass man sich mit solchen Themen wohl oder übel auseinandersetzen muss, wenn man Texte schreibt, auch wenn es irgendwann anstrengt und diesen Beigeschmack von &#8220;nur für die political correctness&#8221; hat. Für mich gilt immer noch, dass schlussendlich die Haltung zählt, da hab ich mal was in einem anderen Zusammenhang dazu geschrieben: <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2009/06/01/neger-–-oder-sensibilisierung-durch-sprache/" rel="nofollow">Neger – oder: Sensibilisierung durch Sprache</a> – und ich finde es dann auch nichts als richtig, diese Haltung auch &#8220;symbolisch&#8221; in die Sprache einfliessen zu lassen.</p>
<p>Wenn einen jetzt nur die Ästhetik stört&#8230; Naja, was kann man da machen&#8230; Wie du gesagt hast: hinschreiben, dass beide Geschlechter damit gemeint sind. Eine bessere Lösung hab ich auch nicht parat. Und sonst: sich am besten nicht zu fest darüber echauffieren, denn sooo ein grosses Ding sind die paar Stellen, wo sowas vorkommt, dann auch wieder nicht ;)<br />
Jetzt hab ich auch einen Roman geschrieben, tja.</p>
<p>– PS: hab auch mal in deinem Blog &#8220;gschnäugged&#8221; und gleich den Feed abonniert :)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu FeministInnen, TotengräberInnen der deutschen Sprache &#8211; die alte Geschichte vom generischen Maskulinum von Miktator</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/01/21/feministinnen-totengraberinnen-der-deutschen-sprache-die-alte-geschichte-vom-generischen-maskulinum/comment-page-1/#comment-100</link>
		<dc:creator>Miktator</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 18:47:58 +0000</pubDate>
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		<description>Lustig, wieder ein Thema, das mich des öfteren beschäftigt. Die ganze Frage dreht sich ja darum, ob mit der Sprache tatsächlich soziale Gruppen diskriminiert werden können. Da dies leider bejaht werden muss, spielen die linguistischen Argumente des netten Herrn nur mehr eine untergeordnete Rolle. Wie löst man das Problem? Hm, ich lese es nicht gerne wenn in jedem Satz Lehrer und Lehrerinnen steht. Ebenso ungern sehe ich LehrerInnen. Die unschönste Variante scheint mir Lehrende oder Studierende (für Lehrer oder Studenten) zu sein. Hier wird tatsächlich eine grammatikalische Regel missachtet, was ich in diesem Fall problematisch finde. Studierende existiert so nämlich bereits in unserem Wortschatz, bedeutet aber etwas anderes. Dies einfach durch Substantivierung anzupassen nervt mich persönlich grässlich (Zürcher Studierendezeitung, mein Gott was soll das!!!!). So genug der Aufregung. Ach nein, man/frau finde ich ebenso ärgerlich, deinen Argument, dass dies mit einem Augezwinkern (hin)zu nehmen ist, kann ich nicht folgen. Diejenigen, die solche Schreibweisen verwenden, würden dein Augenzwinkern leider zumeist nicht goutieren. Gäbe auch noch die Variante, irgendwo darauf hinzuweisen, dass in der Publikation jeweils beide Geschlechter gemeint seien, jedoch nur eines erwähnt werde. Hat natürlich auch seine Nachteile. Die Frage ist doch, wer sich in welcher Publikation an den maskulinen Formen stört. Stimme dir zu, dass wohl meist das Problem irgendwie geschickt umgangen werden kann... hm, das wurde jetzt aber lange... :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lustig, wieder ein Thema, das mich des öfteren beschäftigt. Die ganze Frage dreht sich ja darum, ob mit der Sprache tatsächlich soziale Gruppen diskriminiert werden können. Da dies leider bejaht werden muss, spielen die linguistischen Argumente des netten Herrn nur mehr eine untergeordnete Rolle. Wie löst man das Problem? Hm, ich lese es nicht gerne wenn in jedem Satz Lehrer und Lehrerinnen steht. Ebenso ungern sehe ich LehrerInnen. Die unschönste Variante scheint mir Lehrende oder Studierende (für Lehrer oder Studenten) zu sein. Hier wird tatsächlich eine grammatikalische Regel missachtet, was ich in diesem Fall problematisch finde. Studierende existiert so nämlich bereits in unserem Wortschatz, bedeutet aber etwas anderes. Dies einfach durch Substantivierung anzupassen nervt mich persönlich grässlich (Zürcher Studierendezeitung, mein Gott was soll das!!!!). So genug der Aufregung. Ach nein, man/frau finde ich ebenso ärgerlich, deinen Argument, dass dies mit einem Augezwinkern (hin)zu nehmen ist, kann ich nicht folgen. Diejenigen, die solche Schreibweisen verwenden, würden dein Augenzwinkern leider zumeist nicht goutieren. Gäbe auch noch die Variante, irgendwo darauf hinzuweisen, dass in der Publikation jeweils beide Geschlechter gemeint seien, jedoch nur eines erwähnt werde. Hat natürlich auch seine Nachteile. Die Frage ist doch, wer sich in welcher Publikation an den maskulinen Formen stört. Stimme dir zu, dass wohl meist das Problem irgendwie geschickt umgangen werden kann&#8230; hm, das wurde jetzt aber lange&#8230; :)</p>
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