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	<title>Schadenfriendly – Whatever you say, it's linguistic. &#187; Trockenphilosophieren</title>
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	<description>Whatever you say, it's linguistic.</description>
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		<title>Strasse</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 11:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Straßen, in der Schweiz Strassen, hat jeder und jede vor der Tür. Doch mir geht es um die Strassen im... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2010/05/24/strasse/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Straßen</em>, in der Schweiz <em>Strassen</em>, hat jeder und jede vor der Tür. Doch mir geht es um die Strassen im Kartenspiel. Ich habe mich gefragt, weshalb das englische Pendant <em>straight</em> heisst, also &#8216;Gerade&#8217;.</p>
<p>Laut dem <a href="http://www.etymonline.com/index.php?term=straight">Online Etymology Dictionary</a> ist die Bezeichnung <em>straight</em> im Poker 1841 erstmalig belegt. Im gleichzeitig begonnenen <a href="http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb/wbgui?mode=hierarchy&#038;textsize=600&#038;lemid=GS49376&#038;query_start=1&#038;totalhits=0&#038;textword=&#038;locpattern=&#038;textpattern=&#038;lemmapattern=&#038;verspattern=#GS49376L0">Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm</a> ist diese Bedeutung von <em>Strasse</em> (bzw. <em>Strasze</em>) nicht verzeichnet.</p>
<p>Wir schliessen, dass die englische <em>straight</em> höchstwahrscheinlich <strong>vor</strong> der deutschen <em>Strasse</em> war. Nicht ganz ausschliessen kann man aber, dass das Wort schon vorher für eine ansteigende Abfolge von Karten in Gebrauch war. Beim Jassen nennt sich das allerdings <em>ein Weis</em> oder einfach <em>Dreiblatt, Vierblatt etc.</em> Beim <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Poch">Pochen</a></em>, nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pokern#Geschichte_und_Etymologie">Wikipedia</a> Vorläufer des Pokerns und nach <a href="http://www.etymonline.com/index.php?term=poker">Online Etymology Dictionary</a> wahrscheinlich auch Namensgeber, gab es keine Strasse.</p>
<p>Gehen wir also von der erstgenannten Möglichkeit aus: Das Englische war zuerst. Demnach ist <em>Strasse</em> entweder eine falsche Lehnübersetzung oder eine Neubildung, eventuell (oder sogar wahrscheinlich) mit Einfluss des englischen Terminus. Eine <strong>Neubildung</strong> würde heissen, unabhängig vom Englischen hätte sich die Bezeichnung <em>Strasse</em> entwickelt – doch dass ein so ähnlich klingendes Wort ohne Einfluss von <em>straigt</em> herausbildete, halte ich für unwahrscheinlich. Also würde ich mutmassen, dass es eine <strong>Lehnübersetzung</strong> ist, allerdings nicht mit dem normalerweise <em>straigt</em> entsprechenden <em>Gerade</em>, sondern mit der &#8220;falschen&#8221; Entsprechung <em>Strasse</em>. Dies scheint für deutsche Ohren schöner geklungen zu haben als das eher technische Wort <em>Gerade</em> und die metaphorische Übertragung wurde wohl ebenfalls als chic empfunden.</p>
<p>Eine Weitere Möglichkeit wäre, dass das Englische <em>straight</em> via eine andere Sprache, wo das gleiche Wort für <em>Strasse/street</em> und <em>Gerade/straight</em> stehen kann, ins Deutsche gekommen ist. Mir fiele da Niederländisch ein, das ich aber nicht spreche. An dieser Stelle müsste man auch wissen, auf welchem Wege das erste Spiel mit Strasse nach Europa kam. Oder man bräuchte eine Zeitmaschine, um schnell kucken zu gehen. Und vielleicht fallen einem mit einer lebhafteren Fantasie noch viel mehr Möglichkeiten ein&#8230;</p>
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		<title>I&#8217;d like to introduce you to my name</title>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 19:47:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Trockenphilosophieren]]></category>
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		<description><![CDATA[
Namen gehören zu uns. Sie kleben an uns, wie eine Etikette, die angetackert wurde und nur mit grossen Mühen wieder... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2009/05/05/id-like-to-introduce-you-to-my-name/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.jimynu.ch/blog/wp-content/uploads/2009/05/kuh.jpg" alt="Kuh" border="0" width="100%"></p>
<p>Namen gehören zu uns. Sie kleben an uns, wie eine Etikette, die angetackert wurde und nur mit grossen Mühen wieder entfernbar ist (siehe Bild). Eine Etikette, in allen Farben des Regenbogens, mit schickem rot-schwarz-Kontrast oder hippen Abstufungen von grün zu blau umrandet. Und innerhalb der Umrandung steht der Name: Kim, mit einem Herzchen als i-Pünktchen.</p>
<p>Sie gaben ihr Bestes, uns einen Namen zu verleihen. Sie haben&#8217;s sicher nicht böse gemeint. Wenn man Pech hat, sind sie etwas altertümlich veranlagt oder habe einen seltsamen Geschmack. Eine grau-braune Umrandung mit zittriger Hand. Verkennen das Platte als das wunderbar Einfache oder das Komplizierte als das wunderschön Exotische. Aber böse gemeint haben sie&#8217;s sicher nicht.</p>
<p>Kriterien für die Namenswahl sind zahlreich und doch nicht hinreichend, trägt doch das Gefühl und der Geschmack genau so viel – wenn nicht mehr – zur Namensfindung für die eigenen Sprösslinge bei. Ein sehr hörenswertes einstündiges Essay zum Thema findet man beim Schweizer Radio: <a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/leben-geniessen/gesellschaft-familie/90755.vornamen-bodenstaendiger-hans-ueli-lebensfrohe-jenny.html">Input &#8220;Wie Vornamen wirken&#8221;</a></p>
<p>Zufrieden mit seinem Vornamen ist man wohl dann, wenn man nicht darüber nachdenkt. Meine Eltern machten mich zu einem <em>Kim</em>. Nur die Androgynie stösst meine Gedanken hin und wieder wieder auf meinen Namen. Und folgende Begebenheit:</p>
<p>Ich leiste zur Zeit Zivildienst an einem Ort, wo sowohl Französisch als auch Schweizerdeutsch gesprochen wird. Schweizer Diglossie at its best. Am ersten Tag wurde ich allen vorgestellt und sagte hübsch-schweizerisch: &#8220;Je m&#8217;appelle Kchim.&#8221; Ich weiss ja, dass man im Französischen das <em>k</em> nicht als Affrikate spricht (phonetisch [kx]), und ich sage natürlich nicht <em>Kchamembert</em>, aber den eigenen Namen erachtete ich wohl als gesondert zu behandeln.</p>
<p>Ich sagte also zur Mitarbeiterin aus der Romandie: &#8220;Bonjour, je suis Kchim.&#8221; Sie schaute etwas dumm aus der Wäsche und ich begriff nicht – &#8221;Kim&#8221;, doppelte mein Chef mit &#8220;korrektem&#8221; Akzent nach. Ihr verdutzter Ausdruck wich: &#8220;Ah, Kim, pas Kchim&#8221; &#8211; Jetzt kam ich nicht mehr mit, ist doch dasselbe, nur eine Frage der Aussprache, dachte ich mir. Das Problem: Die Franzosen (und Welschen) sagen ihr <em>r</em> häufig stimmlos. Das klingt dann wie ein <em>ch</em> [x]. Mein schweizerdeutsches <em>Kchim</em> [kxim] erkannte sie also als <em>crime</em> [krim/kxim].</p>
<p>Seitdem hüte ich mich davor, mich auf französisch als <em>Verbrechen</em> vorzustellen.</p>
<div class="kleiner"><em>Das Bild stammt vom Flickr-User <a href="http://www.flickr.com/photos/ggerome/">Gérôme</a> und steht unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">Creative-Commons-Lizenz</a>.</em></div>
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		<title>Negatives Wirtschaftswachstum</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 16:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; ist doch eigentlich Blödsinn. Negatives Wachstum ist ein Rückgang oder bildlicher ein Schrumpfen (und zwar ein absoluter Rückgang, kein... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2008/10/25/negatives-wirtschaftswachstum/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; ist doch eigentlich Blödsinn. <em>Negatives Wachstum</em> ist ein Rückgang oder bildlicher ein Schrumpfen (und zwar ein absoluter <em>Rückgang</em>, kein <em>Rückgang des Wachstums</em>, versteht sich).</p>
<p>Ich will den Ökonomen und Ökonominnen ja keine boshafte Irreführung unterstellen – aber könnte es sein, dass sie bei der Prägung des Begriffs gar nicht daran dachten, dass es einmal zu einer negativen Wertentwicklung kommen könnte&#8230;? Das wäre zumindest eine Erklärung dafür, dass kein neutrales Substantiv genommen wurde, sondern ein von der positiven Entwicklung abgeleitetes, das man dann paradox verneinen muss, um den jetztigen Sachverhalt auszudrücken.</p>
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		<title>Glück</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 22:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Deutschen gibt es nur ein <em>Glück</em>. Das heisst, eigentlich zwei, weil das eine zwei Bedeutungen hat. Das Glück, den Vorfall mit dem Elefanten und der Fahnenstange überlebt zu haben. Oder das Glück, das man anstrebt (iii, wie kitschig). Ersteres kann man haben, letzteres empfinden.<br />
<br/>Im Englischen gibt es dafür zwei Worte: <em>luck</em> und <em>happiness</em>. Vergängliches Glück heisst <em>happiness (is a warm gun)</em>, wenn man jemandem Glück wünscht, den positiven Zufall sozusagen, sagt man <em>good luck</em>. <em>Happy</em>, <a href="http://www.etymonline.com/index.php?search=happy&amp;searchmode=none">von <em>hap (chance, fortune) </em></a>, hatte zuerst auch die Bedeutung <em>lucky</em> (das natürlich von <em>luck</em> stammt, das wiederum mit <em>Glück</em> verwandt zu sein scheint). <em>Glücklich</em> bezeichnet im Gegensatz zu <em>Glück</em> ausschliesslich (oder <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2008/04/28/doppelt-gemoppelt/">zumindest<strike>ens</strike></a> eher) den Zustand, entspricht also <em>happy</em>. Bin ich <em>lucky</em>, <em>habe</em> ich Glück.<br />
<br/>Die Angelsachsen differenzieren also die zwei verwandten Konzepte des Glücks als Vorgang und des Glücks als Zustand, die Folge des erstgenannten (nicht unbedingt konsekutiv, aber so erkläre ich mir die Verbindung).<br />
<br/>Und so verwirrt man seine Leserinnen und Leser (oder hält sie fern ;))<br />
<br/>PS: &#8220;glückliche Gewinner&#8221; wäre wieder ein Gegenbeispiel oder einfach noch ein Relikt aus einer Zeit, in der <em>glücklich</em> noch nicht zum <em>Glück</em> im Sinne von <em>luck</em> tendierte (vgl. englisch <em>lucky winner</em>).</p>
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		<title>Nur weil man etwas nicht vesteht, ist es noch nicht philosophisch.</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 12:02:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich war im Begriff, ein pseudo-philosophisches Geleier niederzuschreiben, wie ich das so gerne mache – wahrscheinlich um meine Unwissenheit zu... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2008/04/26/nur-weil-man-etwas-nicht-vesteht-ist-es-noch-nicht-philosophisch/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war im Begriff, ein pseudo-philosophisches Geleier niederzuschreiben, wie ich das so gerne mache – wahrscheinlich um meine Unwissenheit zu kaschieren. Aber es sollte dabei nicht um Selbsterkenntnisse gehen, sondern um <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">Ziel</span> und <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">Zweck</span>.<br />Auf der Suche nach der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phatische_Kommunikation">phatischen Kommunikation</a> bin ich auf <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">Kommunikationsziele </span>und <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">-zwecke </span>gestossen. Ich war verwirrt. Und bin es eigentlich immer noch. (Vielleicht führt Denken doch zu nichts; also Studium abbrechen?)<br />Klar gibt es einen Unterschied zwischen Ziel und Zweck, aber ich kann es nicht auf den Punkt bringen. Interessanterweise verschwimmt der Begriff nicht nur im Meer meiner Gedanken, sondern auch in dem der Sprachen: griechisch zweimal <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">telos</span>, lateinisch zweimal <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">finis</span>, sagt die Wikipedia (ich muss mir auch einmal so einen tollen Übernamen wie &#8220;die allwissende Müllhalde&#8221; (Tim Pritlove, <a href="http://chaosradio.ccc.de/">Chaosradio</a>) überlegen&#8230;).<br />Warum = Zweck | Wozu = Ziel? Ist es das? Und das kann man dann beides wieder mit &#8220;um zu &#8230;&#8221; beantworten, es ist einfach extrem nahe beieinander. Und ich nahe dran, aber hmmm&#8230;<br />Immer noch verwirrt.</p>
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