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	<title>Schadenfriendly – Whatever you say, it's linguistic. &#187; Trockenphilosophieren</title>
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		<title>Was man mit Worten machen kann</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 12:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reden und schreiben und so halt, ne. Zielgerichtet und weniger zielgerichtet. Und extrem zielgerichtet.
Wir sind es uns gewoht; alle Bäcker... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2011/07/07/was-man-mit-worten-machen-kann/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Reden und schreiben und so halt, ne. Zielgerichtet und weniger zielgerichtet. Und extrem zielgerichtet.</p>
<p>Wir sind es uns gewoht; alle Bäcker haben <em>die besten Brote</em>, und natürlich zieht einem auch der Metzger den Speck durch den Mund bei der Anpreisung seiner Fleischwaren. Die Frage ist, ob wir es uns gewohnt sind und deshalb immer kritisch, oder ob wir uns so daran gewöhnt haben, dass wir nicht mehr kritisch sind und auf wohl gewählte Worte hereinfallen.</p>
<p>Noch ein Stückchen perfider ist das PR-Gesülze und Politgequassel. Die richtigen Worte zu verwenden ist Thema von Kursen, und sie zu finden ist eine Industrie. Nicht, dass wir das nicht wüssten. Aber sind wir uns wirklich immer bewusst, wie Worte eingesetzt werden, um uns zu beeinflussen?</p>
<p>Wir haben gar nicht die Zeit, immer alle Drucksachen und Gespräche eingehend darauf zu prüfen, was eigentlich gesagt wird und wie es gesagt wird. Und wir haben nicht bei allen Themen die Expertise. Doch oft stellt das &#8220;wie&#8221; das &#8220;was&#8221; in den Schatten. Dabei ist Rhetorik keine Schwarze Magie. Es braucht nur etwas Zeit und Sorgfalt, um dem Bullshit auf die Schliche zu kommen und ihn beim Namen zu nennen.</p>
<p><strong>Beispiel 1</strong>: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Fuer-einen-Abgesang-auf-Microsoft-ist-es-zu-frueh/story/23950715">Ein Interview über Microsoft mit einem &#8220;IT-Spezialisten&#8221; bei Newsnetz</a>. Die Frage ist: Wie wichtig ist Microsoft? Kann die Firma bei momentanen Entwicklungen mithalten? Da geht es z.B. um Tablets:</p>
<blockquote><p>TA: Das Tablet-Geschäft aber hat Microsoft verschlafen. Die iPad-Alternative von Microsoft kommt frühestens 2012.<br />
Zacher: Die Tablet-PC-Entwicklung macht in der Tat rasche Fortschritte. Heute sind einige interessante Produkte auf dem Markt. Der Faktor «Coolness» ist das eine. Für viele Nutzer zählen aber Funktionalität und Leistungsumfang. Ich bin nicht so pessimistisch wie Sie: Wenn Microsoft hier sorgfältig arbeitet, kann das Unternehmen auch auf diesem Feld erfolgreich sein.</p></blockquote>
<p>Das ist Bullshit. Der Tablet-Markt ist zur Zeit ein iPad-Markt. Das iPad hat zur Zeit einen Marktanteil von ca. 90%. Der &#8220;Experte&#8221; sagt eigentlich, das iPad sei zwar cool, aber sehr eingeschränkt. Er sagt das nicht explizit, seine Aussagen sind sehr unspezifisch. Eigentlich sagt er einfach irgendetwas. Für solche Allgemeinplätze brauche ich keine &#8220;Experten&#8221;.</p>
<p>Den meisten Leute reicht wohl solch schwachsinniges, überallgemein gehaltenes Stochern im Nichts, weil sie zu wenig Ahnung, Zeit oder Interesse haben. Und das wird dann in die nächste Diskussion getragen und ich sitze daneben und denke, <em>meeeine Güte!</em> – Das klingt jetzt, als ob ich der Übermensch wäre und alles durchschaue, aber natürlich bin ich mir auch nur bei einem kleinen Prozentsatz dessen, was ich lese, bewusst, was gerade abgeht.</p>
<p><strong>Beispiel 2</strong>: <a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/echo-der-zeit/2646.bt10185082.html">&#8220;Der hartnäckige Kritiker der Atomaufsicht Ensi&#8221;</a>. Der Typ, der sich aus Interesse durch die schrecklich technischen Sicherheitsberichte der Atomaufsichtsbehörde Ensi durchgeackert hat, sagt, er merke bei bestimmten Passagen, wie sich ein Ingenieur ungefragt für etwas rechtfertige, &#8220;irgendeinen Sachverhalt versucht zu widerlegen, wonach niemand gefragt hat&#8221;.</p>
<p><strong>Beispiel 3</strong>: Politische Debatten. Oft kommt es vor, dass einE TeilnehmerIn nicht alle Fakten kennt, sich jedoch nicht scheut, irgendetwas zu behaupten. Das geht auf hundert verschiedene Arten, zum Beispiel: &#8220;Es ist doch klar, dass …&#8221;, &#8220;Wir wissen doch alle, …&#8221; oder auch über Vergleiche (&#8220;Dies ist doch wie … – und das wollen wir nicht!&#8221;), über Gefühle (Moderator: &#8220;Die Statistik sagt, dass …&#8221; – &#8220;Aber wenn ich auf der Strasse stehe, sehe ich …&#8221;) oder durch Ausweichen: Die Moderatorin fragt einen Politiker, wie er etwas denn konkret angehen wolle, er antwortet nicht darauf, sondern holt aus: Betroffen seien doch eigentlich diese und jene, man könne darüber reden, und es gehe doch eingentlich darum, dass … – Politische Debatten sind oftmals geradezu Inszenierungen von sprachlichem Hakenschlagen, eher Selbstdarstellung und Informationsweitergabe für das Publikum als Aussagen, die zur Erhellung der Lage beitragen.</p>
<p>Worte können Information übermitteln, aber auch die eigentliche Information verdecken und davon ablenken. Manchmal merken wir es, vielmals aber nicht. Das ist keine neue Erkenntnis, doch man sollte sie von Zeit zu Zeit ins Bewusstsein rufen. Sich fragen, <em>was</em> da eigentlich gesagt wird, und sich nicht vom <em>Wie</em> blenden lassen.</p>
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		<title>Ein Auch ist auch ein Aber</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Nov 2010 16:02:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Trockenphilosophieren]]></category>
		<category><![CDATA[abtönungspartikel]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
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		<description><![CDATA[Wieder einmal eines meiner Lieblingsthemen. Die Welt der Partikeln, eine Welt der Augenzwinkereien und gewagten Theorien.
&#8220;Ich habe dort auch ganz... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2010/11/08/ein-auch-ist-auch-ein-aber/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal eines meiner Lieblingsthemen. Die Welt der <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2009/03/10/ein-schritt-nach-vorn-einer-zuruck/">Partikeln</a>, eine Welt der Augenzwinkereien und gewagten Theorien.</p>
<p>&#8220;Ich habe dort <strong>auch</strong> ganz gute Freunde gehabt&#8221;, sagt eine Autorin über den Ort, wo sie aufgewachsen ist. Hiesse es: &#8220;Ich habe dort ganz gute Freunde gehabt&#8221;, wäre die Aussage neutraler, das <em>auch</em>, welches eigentlich eine Beziehung zwischen zwei gleichartigen Dingen herstellt, impliziert hier einen Gegensatz: <em>Eigentlich</em> hatte ich keine (guten) Freunde, <em>aber</em> ich hatte <em>auch</em> gute Freunde.</p>
<p>Die Herstellung des Gegensatzes funktioniert über das Herausstreichen dessen, was gleich ist: Es gab zwei Gruppen von Freunden. Die Gruppe &#8220;keine (guten) Freunde&#8221; und die Gruppe &#8220;gute Freunde&#8221;. Beide waren eine Art Freunde. Das ist der gemeinsame Nenner, auf den sich <em>auch</em> bezieht.</p>
<p>Allerdings ist die Gruppe &#8220;keine (guten) Freunde&#8221; gar nicht genannt – das <em>auch</em> lässt uns ergänzen, dass die &#8220;guten Freunde&#8221; nicht die einzigen sind: es muss noch andere &#8220;Freunde&#8221; geben. Und dass sie überhaupt impliziert, dass es die auch gegeben hat, muss eine Bedeutung haben: Es ist eine negative Wertung für den ganzen Ort. </p>
<p>Vielleicht gibt es noch andere (oder richtigere) Erklärungen, und sehr wahrscheinlich ist das alles nicht sehr verständlich – jedenfalls finde ich es faszinierend, dass wir wegen eines kleinen <em>auch</em> im Kopf automatisch hinzufügen: &#8220;Das ist dann wohl nicht ihr Lieblingsort.&#8221;</p>
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		<title>Strasse</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/05/24/strasse/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 11:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fremdwörter]]></category>
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		<description><![CDATA[Straßen, in der Schweiz Strassen, hat jeder und jede vor der Tür. Doch mir geht es um die Strassen im... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2010/05/24/strasse/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Straßen</em>, in der Schweiz <em>Strassen</em>, hat jeder und jede vor der Tür. Doch mir geht es um die Strassen im Kartenspiel. Ich habe mich gefragt, weshalb das englische Pendant <em>straight</em> heisst, also &#8216;Gerade&#8217;.</p>
<p>Laut dem <a href="http://www.etymonline.com/index.php?term=straight">Online Etymology Dictionary</a> ist die Bezeichnung <em>straight</em> im Poker 1841 erstmalig belegt. Im gleichzeitig begonnenen <a href="http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb/wbgui?mode=hierarchy&#038;textsize=600&#038;lemid=GS49376&#038;query_start=1&#038;totalhits=0&#038;textword=&#038;locpattern=&#038;textpattern=&#038;lemmapattern=&#038;verspattern=#GS49376L0">Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm</a> ist diese Bedeutung von <em>Strasse</em> (bzw. <em>Strasze</em>) nicht verzeichnet.</p>
<p>Wir schliessen, dass die englische <em>straight</em> höchstwahrscheinlich <strong>vor</strong> der deutschen <em>Strasse</em> war. Nicht ganz ausschliessen kann man aber, dass das Wort schon vorher für eine ansteigende Abfolge von Karten in Gebrauch war. Beim Jassen nennt sich das allerdings <em>ein Weis</em> oder einfach <em>Dreiblatt, Vierblatt etc.</em> Beim <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Poch">Pochen</a></em>, nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pokern#Geschichte_und_Etymologie">Wikipedia</a> Vorläufer des Pokerns und nach <a href="http://www.etymonline.com/index.php?term=poker">Online Etymology Dictionary</a> wahrscheinlich auch Namensgeber, gab es keine Strasse.</p>
<p>Gehen wir also von der erstgenannten Möglichkeit aus: Das Englische war zuerst. Demnach ist <em>Strasse</em> entweder eine falsche Lehnübersetzung oder eine Neubildung, eventuell (oder sogar wahrscheinlich) mit Einfluss des englischen Terminus. Eine <strong>Neubildung</strong> würde heissen, unabhängig vom Englischen hätte sich die Bezeichnung <em>Strasse</em> entwickelt – doch dass ein so ähnlich klingendes Wort ohne Einfluss von <em>straigt</em> herausbildete, halte ich für unwahrscheinlich. Also würde ich mutmassen, dass es eine <strong>Lehnübersetzung</strong> ist, allerdings nicht mit dem normalerweise <em>straigt</em> entsprechenden <em>Gerade</em>, sondern mit der &#8220;falschen&#8221; Entsprechung <em>Strasse</em>. Dies scheint für deutsche Ohren schöner geklungen zu haben als das eher technische Wort <em>Gerade</em> und die metaphorische Übertragung wurde wohl ebenfalls als chic empfunden.</p>
<p>Eine Weitere Möglichkeit wäre, dass das Englische <em>straight</em> via eine andere Sprache, wo das gleiche Wort für <em>Strasse/street</em> und <em>Gerade/straight</em> stehen kann, ins Deutsche gekommen ist. Mir fiele da Niederländisch ein, das ich aber nicht spreche. An dieser Stelle müsste man auch wissen, auf welchem Wege das erste Spiel mit Strasse nach Europa kam. Oder man bräuchte eine Zeitmaschine, um schnell kucken zu gehen. Und vielleicht fallen einem mit einer lebhafteren Fantasie noch viel mehr Möglichkeiten ein&#8230;</p>
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		<title>I&#8217;d like to introduce you to my name</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2009/05/05/id-like-to-introduce-you-to-my-name/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 19:47:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Trockenphilosophieren]]></category>
		<category><![CDATA[name]]></category>
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		<description><![CDATA[
Namen gehören zu uns. Sie kleben an uns, wie eine Etikette, die angetackert wurde und nur mit grossen Mühen wieder... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2009/05/05/id-like-to-introduce-you-to-my-name/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.jimynu.ch/blog/wp-content/uploads/2009/05/kuh.jpg" alt="Kuh" border="0" width="100%"></p>
<p>Namen gehören zu uns. Sie kleben an uns, wie eine Etikette, die angetackert wurde und nur mit grossen Mühen wieder entfernbar ist (siehe Bild). Eine Etikette, in allen Farben des Regenbogens, mit schickem rot-schwarz-Kontrast oder hippen Abstufungen von grün zu blau umrandet. Und innerhalb der Umrandung steht der Name: Kim, mit einem Herzchen als i-Pünktchen.</p>
<p>Sie gaben ihr Bestes, uns einen Namen zu verleihen. Sie haben&#8217;s sicher nicht böse gemeint. Wenn man Pech hat, sind sie etwas altertümlich veranlagt oder habe einen seltsamen Geschmack. Eine grau-braune Umrandung mit zittriger Hand. Verkennen das Platte als das wunderbar Einfache oder das Komplizierte als das wunderschön Exotische. Aber böse gemeint haben sie&#8217;s sicher nicht.</p>
<p>Kriterien für die Namenswahl sind zahlreich und doch nicht hinreichend, trägt doch das Gefühl und der Geschmack genau so viel – wenn nicht mehr – zur Namensfindung für die eigenen Sprösslinge bei. Ein sehr hörenswertes einstündiges Essay zum Thema findet man beim Schweizer Radio: <a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/leben-geniessen/gesellschaft-familie/90755.vornamen-bodenstaendiger-hans-ueli-lebensfrohe-jenny.html">Input &#8220;Wie Vornamen wirken&#8221;</a></p>
<p>Zufrieden mit seinem Vornamen ist man wohl dann, wenn man nicht darüber nachdenkt. Meine Eltern machten mich zu einem <em>Kim</em>. Nur die Androgynie stösst meine Gedanken hin und wieder wieder auf meinen Namen. Und folgende Begebenheit:</p>
<p>Ich leiste zur Zeit Zivildienst an einem Ort, wo sowohl Französisch als auch Schweizerdeutsch gesprochen wird. Schweizer Diglossie at its best. Am ersten Tag wurde ich allen vorgestellt und sagte hübsch-schweizerisch: &#8220;Je m&#8217;appelle Kchim.&#8221; Ich weiss ja, dass man im Französischen das <em>k</em> nicht als Affrikate spricht (phonetisch [kx]), und ich sage natürlich nicht <em>Kchamembert</em>, aber den eigenen Namen erachtete ich wohl als gesondert zu behandeln.</p>
<p>Ich sagte also zur Mitarbeiterin aus der Romandie: &#8220;Bonjour, je suis Kchim.&#8221; Sie schaute etwas dumm aus der Wäsche und ich begriff nicht – &#8221;Kim&#8221;, doppelte mein Chef mit &#8220;korrektem&#8221; Akzent nach. Ihr verdutzter Ausdruck wich: &#8220;Ah, Kim, pas Kchim&#8221; &#8211; Jetzt kam ich nicht mehr mit, ist doch dasselbe, nur eine Frage der Aussprache, dachte ich mir. Das Problem: Die Franzosen (und Welschen) sagen ihr <em>r</em> häufig stimmlos. Das klingt dann wie ein <em>ch</em> [x]. Mein schweizerdeutsches <em>Kchim</em> [kxim] erkannte sie also als <em>crime</em> [krim/kxim].</p>
<p>Seitdem hüte ich mich davor, mich auf französisch als <em>Verbrechen</em> vorzustellen.</p>
<div class="kleiner"><em>Das Bild stammt vom Flickr-User <a href="http://www.flickr.com/photos/ggerome/">Gérôme</a> und steht unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">Creative-Commons-Lizenz</a>.</em></div>
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		<title>Negatives Wirtschaftswachstum</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2008/10/25/negatives-wirtschaftswachstum/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 16:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; ist doch eigentlich Blödsinn. Negatives Wachstum ist ein Rückgang oder bildlicher ein Schrumpfen (und zwar ein absoluter Rückgang, kein... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2008/10/25/negatives-wirtschaftswachstum/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; ist doch eigentlich Blödsinn. <em>Negatives Wachstum</em> ist ein Rückgang oder bildlicher ein Schrumpfen (und zwar ein absoluter <em>Rückgang</em>, kein <em>Rückgang des Wachstums</em>, versteht sich).</p>
<p>Ich will den Ökonomen und Ökonominnen ja keine boshafte Irreführung unterstellen – aber könnte es sein, dass sie bei der Prägung des Begriffs gar nicht daran dachten, dass es einmal zu einer negativen Wertentwicklung kommen könnte&#8230;? Das wäre zumindest eine Erklärung dafür, dass kein neutrales Substantiv genommen wurde, sondern ein von der positiven Entwicklung abgeleitetes, das man dann paradox verneinen muss, um den jetztigen Sachverhalt auszudrücken.</p>
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		<title>Glück</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2008/07/21/gluck/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 22:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Deutschen gibt es nur ein Glück. Das heisst, eigentlich zwei, weil das eine zwei Bedeutungen hat. Das Glück, den... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2008/07/21/gluck/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Deutschen gibt es nur ein <em>Glück</em>. Das heisst, eigentlich zwei, weil das eine zwei Bedeutungen hat. Das Glück, den Vorfall mit dem Elefanten und der Fahnenstange überlebt zu haben. Oder das Glück, das man anstrebt (iii, wie kitschig). Ersteres kann man haben, letzteres empfinden.<br />
<br/>Im Englischen gibt es dafür zwei Worte: <em>luck</em> und <em>happiness</em>. Vergängliches Glück heisst <em>happiness (is a warm gun)</em>, wenn man jemandem Glück wünscht, den positiven Zufall sozusagen, sagt man <em>good luck</em>. <em>Happy</em>, <a href="http://www.etymonline.com/index.php?search=happy&amp;searchmode=none">von <em>hap (chance, fortune) </em></a>, hatte zuerst auch die Bedeutung <em>lucky</em> (das natürlich von <em>luck</em> stammt, das wiederum mit <em>Glück</em> verwandt zu sein scheint). <em>Glücklich</em> bezeichnet im Gegensatz zu <em>Glück</em> ausschliesslich (oder <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2008/04/28/doppelt-gemoppelt/">zumindest<strike>ens</strike></a> eher) den Zustand, entspricht also <em>happy</em>. Bin ich <em>lucky</em>, <em>habe</em> ich Glück.<br />
<br/>Die Angelsachsen differenzieren also die zwei verwandten Konzepte des Glücks als Vorgang und des Glücks als Zustand, die Folge des erstgenannten (nicht unbedingt konsekutiv, aber so erkläre ich mir die Verbindung).<br />
<br/>Und so verwirrt man seine Leserinnen und Leser (oder hält sie fern ;))<br />
<br/>PS: &#8220;glückliche Gewinner&#8221; wäre wieder ein Gegenbeispiel oder einfach noch ein Relikt aus einer Zeit, in der <em>glücklich</em> noch nicht zum <em>Glück</em> im Sinne von <em>luck</em> tendierte (vgl. englisch <em>lucky winner</em>).</p>
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		<title>Nur weil man etwas nicht vesteht, ist es noch nicht philosophisch.</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2008/04/26/nur-weil-man-etwas-nicht-vesteht-ist-es-noch-nicht-philosophisch/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 12:02:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich war im Begriff, ein pseudo-philosophisches Geleier niederzuschreiben, wie ich das so gerne mache – wahrscheinlich um meine Unwissenheit zu... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2008/04/26/nur-weil-man-etwas-nicht-vesteht-ist-es-noch-nicht-philosophisch/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war im Begriff, ein pseudo-philosophisches Geleier niederzuschreiben, wie ich das so gerne mache – wahrscheinlich um meine Unwissenheit zu kaschieren. Aber es sollte dabei nicht um Selbsterkenntnisse gehen, sondern um <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">Ziel</span> und <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">Zweck</span>.<br />Auf der Suche nach der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phatische_Kommunikation">phatischen Kommunikation</a> bin ich auf <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">Kommunikationsziele </span>und <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">-zwecke </span>gestossen. Ich war verwirrt. Und bin es eigentlich immer noch. (Vielleicht führt Denken doch zu nichts; also Studium abbrechen?)<br />Klar gibt es einen Unterschied zwischen Ziel und Zweck, aber ich kann es nicht auf den Punkt bringen. Interessanterweise verschwimmt der Begriff nicht nur im Meer meiner Gedanken, sondern auch in dem der Sprachen: griechisch zweimal <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">telos</span>, lateinisch zweimal <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">finis</span>, sagt die Wikipedia (ich muss mir auch einmal so einen tollen Übernamen wie &#8220;die allwissende Müllhalde&#8221; (Tim Pritlove, <a href="http://chaosradio.ccc.de/">Chaosradio</a>) überlegen&#8230;).<br />Warum = Zweck | Wozu = Ziel? Ist es das? Und das kann man dann beides wieder mit &#8220;um zu &#8230;&#8221; beantworten, es ist einfach extrem nahe beieinander. Und ich nahe dran, aber hmmm&#8230;<br />Immer noch verwirrt.</p>
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