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	<title>Schadenfriendly – Whatever you say, it's linguistic. &#187; Beobachtungen</title>
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	<description>Whatever you say, it's linguistic.</description>
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		<title>Namensgebung</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 11:16:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesammelt]]></category>

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		<description><![CDATA[
Jemandem einen Namen zu verleihen, ist bekanntlich keine triviale Angelegenheit. Doch die wahren Abgründe tun sich bei der Namensgebung von... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2010/07/30/namensgebung/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.jimynu.ch/blog/wp-content/uploads/2010/07/lindli.jpg" alt="Weidlinge am Lindli" style="border-style:solid;border-width:1px;" border="1" /></p>
<p>Jemandem einen Namen zu verleihen, ist <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2009/05/05/id-like-to-introduce-you-to-my-name/">bekanntlich</a> keine triviale Angelegenheit. Doch die wahren Abgründe tun sich bei der Namensgebung von Booten auf. Ich habe eine Liste mit Namen von Weidlingen (siehe Bild) zusammengetragen:</p>
<table border="0">
<tr>
<td>
<ul>
<li>Anigeo
</li>
<li>Anjali
</li>
<li>Chilawee
</li>
<li>Chretzer
</li>
<li>Chröttli
</li>
<li>Conepa
</li>
<li>Da da am draat
</li>
<li>Daschwewo
</li>
<li>Davidstadt-Chrützer
</li>
<li>Dolce Vita
</li>
<li>Dreamtime
</li>
<li>Emma
</li>
<li>Freya II
</li>
<li>Fröschli
</li>
<li>Hobbit
</li>
<li>Ichchawarte
</li>
<li>Indian Summer
</li>
<li>Joy
</li>
<li>Knilch 1
</li>
<li>Knilch II
</li>
<li>Kranich 10
</li>
<li>Lemsen</li>
</ul>
</td>
<td>
<ul>
<li>Lomiaumit 4
</li>
<li>Louis III
</li>
<li>Medusa
</li>
<li>Milan 4
</li>
<li>Reyrean
</li>
<li>Rhio
</li>
<li>Rhynixe
</li>
<li>Rhystaurante
</li>
<li>Rhytigerli
</li>
<li>Rhytüüfel
</li>
<li>Rónán
</li>
<li>Seewadel IV
</li>
<li>Siesta IV
</li>
<li>Silbermond
</li>
<li>Sueña
</li>
<li>Summer&#8217;s here
</li>
<li>Sunneströössli
</li>
<li>Süüfferli
</li>
<li>Triebholz
</li>
<li>Wifeschreck
</li>
<li>Wudle
</li>
<li>Zwirbel</li>
</ul>
</td>
</tr>
</table>
<p>Die Bandbreite reicht von unverständlich über kitschig bis peinlich, aber ein wirklich guter Name ist meines Erachtens nicht dabei. Was natürlich höchst subjektiv ist. Obwohl ich dazu tendiere, <em>Sunneströössli</em> als objektiv kitschig zu bezeichnen.</p>
<p>Da gibt es die verfehlten Witze: <em>Ichchawarte</em> (&#8220;Ich kann warten&#8221;) zum Beispiel. Oder <em>Lomiaumit 4</em> (&#8220;Lass mich auch mit&#8221;). Oder <em>Da da am draat</em> (&#8220;Das dort am Draht&#8221;). Oder <em>Daschwewo</em> (&#8220;Das ist wie damals, als&#8221;). Oder <em>Rhystaurante</em> (Aaah, bringt mich hier weg!).</p>
<p>Dann die Augenverdreher. Nicht ganz so schlimm, aber irgendwie nicht würdig: <em>Wifeschreck</em> (nebenbei, zwei <em>f</em> wären der Verständlichkeit zuträglich), <em>Silbermond</em> (hä?), <em>Dreamtime</em>, <em>Davidstadt-Chrützer</em> (whatever) und Konsorten.</p>
<p>Einige erschliessen sich mir nicht: <em>Wudle</em>, was soll das sein? Kann der <em>Zwirbel</em> tanzen? Ist <em>Anjali</em> ein Diminutiv von <em>Anja</em> oder muss man das spanisch aussprechen? <em>Reyrean</em>, <em>Chilaween</em>, <em>Lemsen</em>: Was soll das? Säuft das <em>Süüfferli</em> gern mal ab mitten auf dem Rhein? Ach wie schnüsig, wir gehen unter!</p>
<p>Insider zu verwenden, die niemand versteht, ist natürlich erlaubt. Und doch ist es etwas merkwürdig, ist der Name doch gerade auch da für den Rest der Welt. Deshalb meinen ja auch alle, so extrem kreativ sein zu müssen. Blöd nur, wenn man der Welt aus lauter Stolz die eigene Ader für Kitsch vorführt. <em>Fröschli</em>, <em>Chröttli</em>, <em>Rhytigerli</em> und <em>Rhytüüfel</em> lassen grüssen.</p>
<p>So verschieden die Ansätze, eine Gemeinsamkeit scheint zu sein, dass man mitteilen will, wie innig das Verhältnis zum Weidling ist: Hier verbringt man immer eine gute Zeit. Geradezu exemplarisch schreien dies Namen wie <em>Joy</em>, <em>Dolce Vita</em>, <em>Dreamtime</em>, <em>Summer&#8217;s here</em> und <em>Sunneströössli</em> heraus.</p>
<p>Hier will man sein, hier ist man zu Hause, und Tage am und auf dem Rhein mit dem Weidling sind eine Konstante – davon zeugen die <strong>Nummerierungen</strong>, die wohl beweisen sollen, seit wie vielen Jahrzehnten man selbst und die Vorfahren dem Rhein schon treu sind. Das Heimatgefühl wird durch <strong>Mundartausdrücke</strong> unterstrichen.</p>
<p>Eigentlich verständlich, dass sich die ganze Zuneigung zu Sommer, Sonne, Rhein und das Vergnügen von Baden und Bräteln mit Freunden im Namen des eigenen Weidlings niederschlagen soll. Eine Überlegung wert wäre es jedoch, dies nicht auf eine so plakative Art zu tun, nicht möglichst viel ohne Rücksicht auf (ästhetische) Verluste in den Namen hinein zu quetschen – <em>Lisa</em> oder <em>Johnny</em> würde es auch tun. Und wenn witzig, mein Geschmack wäre da eher so etwas wie <em>Potemkin</em>, <em>Plan B</em> oder <em>Hansruedi</em>.</p>
<p>Aber eben: Schlussendlich ist es eine Frage des Geschmacks. Nur seltsam, dass alle anderen so einen schlechten Geschmack haben.</p>
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		<title>Schön und gut</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 12:39:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[begrüssung]]></category>
		<category><![CDATA[grüssen]]></category>

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		<description><![CDATA[Grüssen ist einer der kreativsten Bereiche der Sprache. Lassen wir die regionale und zeitliche Variation beiseite, haben wir immer noch... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2010/06/30/schon-und-gut/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Grüssen ist einer der kreativsten Bereiche der Sprache. Lassen wir die regionale und zeitliche Variation beiseite, haben wir immer noch ein Arsenal an Möglichkeiten, unser Gegenüber zu begrüssen. Davon passt natürlich jeweils nur eine stark reglementierte Untermenge.</p>
<p>Die Auswahl reicht von <em>Grüezi</em>, <em>Guten Tag</em>, <em>Guten Abend</em> über  <em>Hallo</em>, <em>Tach!</em>, <em>Tach wohl!</em> bis zu <em>hey</em>, <em>ciao</em>, <em>ai!</em>, <em>hallihallo</em>, <em>ey Alter!</em> oder <em>was geht?</em>, und damit ist natürlich noch längst nicht alles aufgezählt. Gerade unter Freunden gibt es noch viel mehr, was man sagen kann, während man sich bei weniger vertrauten Personen eher an die konventionellen Begrüssungsformeln hält.</p>
<p>Doch auch die können variiert werden: Natürlich zuerst mal mit der Intonation – von einem überfreundliches <em>Grüessech</em> bis zu einem eintönig-unterkühlten <em>Hallo</em> ist vieles möglich. Oder man verschluckt die erste Silbe: <em>&#8216;n Obig</em> ist ziemlich geläufig, aber auch <em>Grüezi</em> und <em>Hallo</em> lassen sich zu <em>&#8216;zi</em> und <em>&#8216;lo</em> verkürzen.</p>
<p>Schön und gut, aber warum wünschen wir uns eigentlich zur Begrüssung einen <em>guten</em> Tag und nicht einen <em>schönen</em>? <em>Schönen Tag (noch)</em> sagt man zur Verabschiedung (oder auch nur <em>En schöne!</em>). Warum das so ist, weiss ich nicht – aber in mir bekannten anderen Sprachen wünscht sich zur Begrüssung auch niemand einen <em>schönen</em>, sondern immer einen <em>guten Tag</em>: <em>Bonjour</em>, <em>Buenos días</em>, <em>G&#8217;day</em> (Australisches Englisch), <em>Добрый день</em> (dobryj djen), <em>Goddag</em> (schwedisch), <em>Góðan Daginn</em> (isländisch), <em>hyvää päivää</em> (finnisch)</p>
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		<title>Fest der Partikeln</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/05/15/fest-der-partikeln/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 09:53:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[abtönungspartikel]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[partikel]]></category>
		<category><![CDATA[partikeln]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie haben weniger zu tun als auch schon.
Sie haben wohl weniger zu tun als auch schon mal.
Sie haben schon eher... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2010/05/15/fest-der-partikeln/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sie haben weniger zu tun als <strong>auch schon</strong>.<br />
Sie haben <strong>wohl</strong> weniger zu tun als <strong>auch schon mal</strong>.<br />
Sie haben <strong>schon eher </strong>weniger zu tun als früher <strong>mal</strong>.<br />
<strong>Eigentlich</strong> haben sie <strong>wohl</strong> weniger zu tun als früher.<br />
Sie haben <strong>wohl schon</strong> weniger zu tun als früher.<br />
Früher hatten sie <strong>sicher auch schon mal</strong> mehr zu tun.<br />
Sie haben <strong>doch wohl schon eher</strong> weniger zu tun als früher <strong>mal</strong>.<br />
<strong>Eigentlich</strong> haben sie <strong>doch <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2009/11/07/glaubs/">glaubs</a> irgendwie schon wohl eher</strong> weniger zu tun als früher.</em></p>
<p><a href="http://www.jimynu.ch/blog/2009/03/10/ein-schritt-nach-vorn-einer-zuruck/">Partikeln</a>, man muss sie einfach lieben. Sie ermöglichen es, Sätze mit beliebig vielen Abtönungen, Verstärkungen, Verrenkungen und Implikationen vollzupacken. Was unter anderem sehr interessant sein kann, wenn man nur 140 (Twitter) oder 160 (SMS) Zeichen zur Verfügung hat.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Guten Morgen</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/03/22/guten-morgen/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 14:37:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gelesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade gelesen in Braunmüller 1993: &#8220;Kontrastive Pragmatik und interkulturelle Kommunikation&#8221;:
God morgen! kann man [auf Dänisch] im Gegensatz zum Deutschen oder... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2010/03/22/guten-morgen/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade gelesen in Braunmüller 1993: &#8220;Kontrastive Pragmatik und interkulturelle Kommunikation&#8221;:</p>
<blockquote><p><em>God morgen!</em> kann man [auf Dänisch] im Gegensatz zum Deutschen oder auch Schwedischen nicht bis gegen 12 Uhr sagen; später als 9, höchstens 10 Uhr geäussert, impliziert diese Begrüssung fast schon den Vorwurf, der/die Angeredete sei wohl eben jetzt erst aufgestanden.</p></blockquote>
<p>Ist das so? Ich weiss natürlich nicht, wie es in Deuschland ist, beziehungsweise wie in Nord- und wie in Süddeutschland; aber in der Schweiz ist es mit dem <em>Guete Morge</em> so: nach ca. halb elf geäussert, verleitet es den/die GesprächspartnerIn – nach meiner fundierten empirischen Beobachtung – meist zu einem Kommentar im Sinne von &#8220;wow, du bist schon wach?&#8221;</p>
<p>Ein solcher Kommentar kann natürlich als eine Variation von &#8220;bei dir vielleicht&#8221; gedeutet werden – also eine Art Spieglung des Vorwurfs, den man nicht auf sich bezogen wissen will. Es könnte auch mit hinein spielen, dass ich als (Klischee Start) <em>junger Langschläfer</em> und <em>fauler Student</em> (Klischee Ende) von der arbeitenden Bevölkerung als <em>(noch) nicht ganz angepasst</em> wahrgenommen werde und ein von mir kommendes <em>Guete Morge</em> deshalb weniger als Vorwurf, sondern Selbstironie gedeutet wird.</p>
<p>Ich zweifle jedenfalls daran, dass man im deutschen Sprachraum <strong>bis 12 Uhr</strong> ohne jegliche Implikation <em>Guten Morgen</em> sagen kann.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Meines Erachtens nach</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/01/01/meines-erachtens-nach/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 21:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gehört]]></category>

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		<description><![CDATA[Ähnlich wie zumindestens hat meines Erachtens nach etwas unglücklich Redundantes.
Ich könnte mir vorstellen, dass es sich so zugetragen hat:
Es waren... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2010/01/01/meines-erachtens-nach/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ähnlich wie <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2008/04/28/doppelt-gemoppelt/">zumindestens</a> hat <em>meines Erachtens nach</em> etwas unglücklich Redundantes.</p>
<p>Ich könnte mir vorstellen, dass es sich so zugetragen hat:</p>
<p>Es waren einmal zwei Redewendungen, eine heiss <em>meines Erachtens</em>, die andere <em>meiner Meinung nach</em>. Ihre Bedeutung war nur unwesentlich anders; sie fungierten beide als Einschub, der auf Subjektivität hinwies. <em>Meines Erachtens</em> war stolz auf ihre adlige Herkunft: Sie stammte nämlich von einem Genitiv ab.</p>
<p><em>Meiner Meinung nach</em> konnte mit diesem Traditionalismus nichts anfangen. Er fühlte sich gut in seinem modernen Kleid aus Postposition und Dativ. Als er immer geläufiger wurde, sah er seine Stunde gekommen: Die Menschen würden – nicht erkennend, dass Genitiv und <em>nach</em> gar nicht zusammenpassen – die Postposition auf <em>meines Erachtens</em> übertragen und es zu <em>meines Erachtens nach</em> machen.</p>
<p>So geschah es, und während sich <em>meiner Meinung nach</em> ins Fäustchen lachte, wurde <em>meines Erachtens</em> zunehmend verhunzt – ihr Genitiv war schon so erstarrt, dass sie ihn trotz der Postposition <em>nach</em>, für deren Ergänzung sie eines Dativs bedurft hätte, nicht mehr abstreifen konnte.</p>
<p>Nicht genug originell, um als <a href="http://www.youtube.com/watch?v=JpMU3P4ZlBo">Jugendwort des Jahres</a> gefeiert zu werden, fristete sie ein Dasein voller Rachegelüste, was <em>meiner Meinung nach</em> gefiel. Und sind sie noch nicht gestorben, geht der Sprachwandel weiter.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich twitterte</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2009/12/19/ich-twitterte/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 21:55:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gelernt]]></category>
		<category><![CDATA[adjektive]]></category>
		<category><![CDATA[deklination]]></category>
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		<category><![CDATA[schwer]]></category>
		<category><![CDATA[stark]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur peripher soll es in diesem Beitrag um Twitter gehen; aber wer kann schon eine Überschrift mit vier ts in... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2009/12/19/ich-twitterte/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur peripher soll es in diesem Beitrag um Twitter gehen; aber wer kann schon eine Überschrift mit vier <em>t</em>s in einem Wort verstossen?</p>
<p>Eigentlich geht es um schwache und starke Adjektivendungen – a.k.a. &#8220;warum man froh sein kann, deutsch als Muttersprache zu haben und nicht mühsamst lernen zu müssen&#8221;.</p>
<p>Ich <a href="http://twitter.com/jimynu/status/6543504531">twitterte</a> also:</p>
<blockquote><p>[Ich habe] Pläne. Keine spektakulären, aber gute.</p></blockquote>
<p>Dann begann es zu rattern. <em>Keine spektakulär<strong>en</strong>, aber gut<strong>e</strong></em>? Müsste es nicht heissen <em>Keine spektakulär<strong>e</strong>, aber gut<strong>e</strong></em>? Aber wenn ich <em>spektakulär</em> alleine nehme, heisst es doch schon <em>keine spektakulär<strong>en</strong></em>, oder?</p>
<p>Ich <a href="http://twitter.com/jimynu/status/6543570115">twitterte</a>:</p>
<blockquote><p>&#8230;heisst es &#8220;keine spektakuläre&#8221; oder &#8220;keine spektakulären&#8221;? Sprachgefühl reicht nicht, da muss eine Grammatik her.</p></blockquote>
<p>Unterdessen habe ich eine deutsche Grammatik zur Hand genommen und meinen Verdacht bestätigt gesehen: im Deutschen gibt es zwei Reihen von Adjektivendungen, schwache und starke. Nach einem &#8220;Begleiter mit Flexionsendungen&#8221; hat das Adjektiv die schwache Endung, sonst die starke (und dann gibt es natürlich noch <a href="http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Adjektiv/Deklinationstyp/Schwankend.html">Ausnahmen</a>). Darum der Unterschied <em>die schön<strong>en</strong> Sachen</em> (schwach) vs. <em>schön<strong>e</strong> Sachen</em> (stark) oder <em>übers (&#8220;über das&#8221;) gefroren<strong>e</strong> Wasser</em> vs. <em>über gefroren<strong>es</strong> Wasser</em></p>
<p>Die folgende Tabelle (<a href="http://www.jimynu.ch/blog/wp-content/uploads/2009/12/adj-konj-gross.gif" target="_blank">gross</a>, <a href="http://www.jimynu.ch/blog/wp-content/uploads/2009/12/adj-konj.pdf" target="_blank">PDF</a> zum übers Bett Hängen) gibt einen Überblick über die verschiedenen Flexionen:</p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://www.jimynu.ch/blog/wp-content/uploads/2009/12/adj-konj-klein.gif" alt="adj-konj-klein.gif" border="1" width="623" height="253" /></div>
<p></p>
<p>Die abweichenden Endungen im untersten Kästchen rechts erklären denn auch meine Verunsicherung; es ist in der Tat so, dass nach <em>keine</em> eine andere Form folgt als in &#8220;begleiterlosem Umfeld&#8221;. Das klingt dann irgendwie seltsam, weil man erwarten würde, dass parallele Bildungen die gleichen Endungen haben, aber ganz parallel ist das eben nicht.</p>
<p>Die schwachen und starken Endungen unterscheiden sich nicht in allen Fällen und sie sind auch nicht unbedingt kürzer, wie die Bezeichnung <em>schwach</em> nahelegen könnte. Als <em>schwach</em> betitelt werden sie wohl aufgrunddessen, dass sie weniger Veränderungen aufweisen als die starken Endungen, die mehr, also <em>stärker</em>, gebeugt werden.</p>
<p>Als Faustregel kann man sich merken: Einmal markieren reicht. Redundanz brauchen wir nicht, das ist was für Datenzentren. Natürlich ist es in Wahrheit <a href="http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Adjektiv/Deklinationstyp/index.html?MenuId=Word313">komplizierter</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Geschlechter-, Übersetzungs- und Beziehungsfragen</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2009/12/06/geschlechter-ubersetzungs-und-beziehungsfragen/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 13:45:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Die Erklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
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		<category><![CDATA[übersetzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Internet gibt es viele Dienste, bei denen man sich anmelden kann und ein Pseudonym wählt. Auf der Website wird... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2009/12/06/geschlechter-ubersetzungs-und-beziehungsfragen/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Internet gibt es viele <em>Dienste</em>, bei denen man sich anmelden kann und ein Pseudonym wählt. Auf der Website wird dieser Benutzername dann in Zusammenhängen wie &#8220;<em>Dingsbums</em> is now following your tweets&#8221; oder &#8220;See all videos by <em>Dingsbums</em>&#8221; erwähnt, wobei <em>Dingsbums</em> natürlich für den jeweiligen Nickname steht.</p>
<p>Wenn wir einem Gegenüber eine Information weitergeben, könnte das so klingen: &#8220;Kim hat heute wieder so einen Mist zusammengeschrieben auf seinem Blog – er bloggt ja jetzt, hat er dir das erzählt?&#8221; und eher nicht &#8220;Kim hat heute wieder so einen Mist zusammengeschrieben auf Kims Blog – Kim bloggt ja jetzt, hat Kim dir das erzählt?&#8221; Wir ersetzen also einmal genannte Personen durch Personalpronomen bzw. Possessivpronomen. Wenn wir das nicht tun, klingt es hölzern oder gar infantil (wir erinnern uns: Wiederholungen vermeiden im Aufsatz!).</p>
<p>Im Internet gilt das natürlich genauso (wie auch das meiste andere, sogar das Gesetz). Das Problem ist nur, dass die von <em><strong>social</strong> networks</em> angestrebte Persönlichkeit (es geht ja immer um Personen, die miteinander kommunizieren!) bei Meta-Informationen von einer Maschine hergestellt werden muss. Die ist nicht einmal so schlau, fälschlicherweise anzunehmen, dass <em>Kim</em> ein weiblicher Vorname sei. Stattdessen benutzt sie einen vorfabrizierten Text mit Platzhaltern:</p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://www.jimynu.ch/blog/wp-content/uploads/2009/12/Bild-6.png" alt="Bild 6.png" border="1" width="532" height="196" /></div>
<div style="text-align:center;" class="kleiner">&#8220;Notification&#8221; von Twitter bei einem neuen Follower</div>
<p><br/></p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://www.jimynu.ch/blog/wp-content/uploads/2009/12/facebook.png" alt="facebook.png" border="1" width="272" height="69" /></div>
<div style="text-align:center;" class="kleiner">Facebook/FishVille-Mitteilung bei neuem Nachbar</div>
<p><br/></p>
<p>Doch dieser Platzhalter ist keine Erfindung des Internets. In einem Liedtext von Jakob Dylan heisst es: <em>Everybody pays as <strong>they</strong> go</em> (im Song mit ebendiesem Titel). Und auch in anderen englischen Texten sind solche Ersetzungen üblich: im <a href="http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Microsoft&#038;oldid=329076165">englischen Wikipedia-Eintrag zu Microsoft</a> beispielsweise findet sich der Satz <em>Microsoft withdrew <strong>their</strong> offer.</em></p>
<p>Es drängt sich die Frage auf, wie man das auf Deutsch wiedergäbe – &#8221;Du kannst Dingsbums folgen, indem du in <strong>deren</strong> Profil …&#8221; – oder vielleicht eher &#8220;… indem du in <strong>ihrem/seinem</strong> Profil …&#8221;? Das Plural-<em>ihr</em> (&#8220;In <strong>ihrem</strong> Profil&#8221;) birgt im Deutschen zusätzlich das Problem der Zweideutigkeit: Ist eine Frau oder mehrere Menschen gemeint?</p>
<p>In keinem Fall jedoch vertritt das Plural-Pronomen <em>sie, ihr/deren</em> eine unbekannte Täterschaft, wie dies im Englischen der Fall sein kann. Auch das Indefinitpronomen <em>jeder, jede, jedes</em> ist bei uns klar mit dem Singular verknüpft: &#8220;<strong>jeder</strong> zahlt wenn <strong>sie</strong> gehen&#8221; funktioniert nicht.</p>
<p>Noch ein An-den-Kopf-Langer zum Schluss: In ähnlich uneleganter Manier wie meine vorhergehende Übersetzung daherkommt hat Apple im iTunes Store etwas hingewurstelt, das &#8220;this (album, movie, track, episode)&#8221; entsprechen soll:</p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://www.jimynu.ch/blog/wp-content/uploads/2009/12/iTMS.png" alt="iTMS.png" border="1" width="614" height="40" /></div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Glaubs</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2009/11/07/glaubs/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 11:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dialekt]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[schweizerdeutsch]]></category>
		<category><![CDATA[schwiizerdütsch]]></category>
		<category><![CDATA[schwiizertütsch]]></category>
		<category><![CDATA[schwiizertüütsch]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute möchte ich einem Wörtchen aus meinem Dialekt ein Kränzchen winden. Ich kann nicht einmal sagen, ob es in der... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2009/11/07/glaubs/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute möchte ich einem Wörtchen aus meinem Dialekt ein Kränzchen winden. Ich kann nicht einmal sagen, ob es in der ganzen Schweiz verwendet wird. Jedenfalls ist es wahnsinnig praktisch.</p>
<p><em>Glaubs</em> (oder <em>glaub</em>) ist wohl ein zusammengezogenes <em>ich glaube es</em>, das jedoch syntaktisch flexibler ist als sein Vater. <em>…, glaube ich, …</em> kann man zwar auch &#8220;überall&#8221; einschieben, aber es ist bei weitem nicht so geschmeidig wie ein <em>glaubs</em>.</p>
<p>Nur eine Silbe ist es lang und doch trägt es sehr viel zum Satzgehalt bei, wie das Partikeln so an sich haben. Es bringt die eigene Bewertung des Wahrheitsgehaltes des Gesagten zum Ausdruck.</p>
<p>Beispiel: <em>Er hät hüt glaubs bis am füfi Schuel</em> – man ist sich also nicht ganz sicher, aber meint etwas zu wissen. Oft fungiert <em>glaubs</em> auch als Absicherung, wie in <em>Ich ha s Fenschter glaub scho zuegmacht.</em> – aber eben nicht sicher. Oder als &#8220;Höflichkeitspartikel&#8221;, um einen Einwand abzuschwächen, auch wenn man weiss, dass man recht hat: <em>&#8220;Tom Cruise ist doch mit Nicole Kidman verheiratet&#8221; – &#8220;Nein, die sind <strong>glaubs</strong> nicht mehr zusammen&#8221;</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Albtraum eines Deutschlernenden</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2009/10/21/der-albtraum-eines-deutschlernenden/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 14:41:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesammelt]]></category>
		<category><![CDATA[Komposita]]></category>
		<category><![CDATA[Verben]]></category>
		<category><![CDATA[zusammengesetzte]]></category>

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		<description><![CDATA[Abstellen absetzen ablegen
Anstellen ansetzen anlegen
Aufstellen aufsetzen auflegen
Ausstellen aussetzen auslegen
Bestellen besetzen belegen
Beistellen beisetzen beilegen
Darstellen darsetzen darlegen
Durchstellen durchsetzen durchlegen
Einstellen einsetzen einlegen
Entstellen entsetzen... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2009/10/21/der-albtraum-eines-deutschlernenden/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Abstellen absetzen ablegen<br />
Anstellen ansetzen anlegen<br />
Aufstellen aufsetzen auflegen<br />
Ausstellen aussetzen auslegen<br />
Bestellen besetzen belegen<br />
Beistellen beisetzen beilegen<br />
Darstellen <strike>darsetzen</strike> darlegen<br />
Durchstellen durchsetzen <strike>durchlegen</strike><br />
Einstellen einsetzen einlegen<br />
Entstellen entsetzen entlegen<br />
Erstellen ersetzen erlegen<br />
Feststellen festsetzen festlegen<br />
Freistellen freisetzen freilegen<br />
<strike>Hinterstellen</strike> <strike>hintersetzen</strike> hinterlegen<br />
Nachstellen nachsetzen nachlegen<br />
<strong>Stellen setzen legen</strong><br />
Überstellen übersetzen überlegen<br />
Umstellen umsetzen umlegen<br />
Unterstellen untersetzen unterlegen<br />
Verstellen versetzen verlegen<br />
Vorstellen vorsetzen vorlegen<br />
<strike>Zerstellen</strike> zersetzen zerlegen<br />
Zustellen zusetzen zulegen<br />
Zusammenstellen zusammensetzen zusammenlegen</p>
<p>Zu beachten ist, dass <em>be-, ent-, er-, hinter-, über-, unter-, ver-</em> und <em>zer-</em> nicht abgetrennt werden in finalen Formen (Vorsilbe oder Präfix genannt), die anderen jedoch schon (Verbzusatz oder Partikel); <em>um-</em> und <em>unter-</em> verhalten sich je nach gewünschter Bedeutung verschieden: <em>Die Polizei umstellt die Verbrecher</em> vs. <em>Ich stelle mein Zimmer um</em>, <em>Die Polizei unterstellte mir, einen Mord begangen zu haben</em> vs. <em>Stellen wir uns kurz unter, bis der Regen vorbei ist</em>.</p>
<p>Das hätte sicher auch <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2009/01/02/the-awful-german-language/">Mark Twain</a> gefallen (Selbstreferenz <a href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=ftw">FTW</a>!).</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Freitag</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2009/06/16/freitag/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 20:03:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[audio]]></category>
		<category><![CDATA[datum]]></category>
		<category><![CDATA[dieser]]></category>
		<category><![CDATA[konventionen]]></category>
		<category><![CDATA[missverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[nächster]]></category>
		<category><![CDATA[sprachliche konventionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist dieser Freitag der nächste Freitag?
Eine Diskussion, die mir bekannt vorkam beim Hören des mobileMacs-Podcasts #29. Und weil Denis, Tim... <a href="http://www.jimynu.ch/blog/2009/06/16/freitag/" style="white-space:nowrap;"><em>weiterlesen &#187;</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist <em>dieser Freitag</em> der <em>nächste Freitag</em>?</p>
<p>Eine Diskussion, die mir bekannt vorkam beim Hören des mobileMacs-Podcasts #29. Und weil Denis, Tim und Max das so schön ausbreiten, erdreiste ich mich, den erwähnten Audioschnipsel gleich zu posten:</p>
<p><a href="http://www.jimynu.ch/blog/audio/mm29.mp3">Audio-Datei herunterladen (mm29.mp3)</a></p>
<p>(Es geht übrigens ums iPhone, dieses Gerät für <em>Plöffer</em>, wie wir hier sagen. Ich nenne meins auch gerne <em>Besserwüssergrätli</em>. Aber das nur am Rande.)</p>
<p>Mir scheint <em>dieser</em> generell eher auf etwas Näheres hinzudeuten als <em>der Nächste</em>. Der ist zwar auch nahe, aber eben nicht hier bei mir, wie <em>dieser</em>. Allerdings ist ein Tag, der erst noch kommt, eh nicht &#8220;hier bei mir&#8221;. Also wäre <em>der nächste Freitag</em> passender für das, was man auch <em>diesen Freitag</em> nennt. Erst wenn man die beiden kleinen feinen Wörtchen nebeneinander stellt, wird klar, dass <em>der Nächste</em> weiter weg sein muss, ergo nicht mehr diese Woche, sondern <em>nächste</em>.</p>
<p>Jedoch ist dieser Kontrast etwas schwammig, da die zwei Bezeichnungen nicht von Haus aus miteinander kontrastieren wie <em>diese &#8211; jene</em> oder <em>der Nächste &#8211; der Letzte</em>. Man hat sich aus zwei Schachteln bedient, sozusagen. Zwei verschiedene Dinge in denselben Kontext geworfen. Und jetzt stehen wir vor dem Scherbenhaufen, die Verständlichkeit ist dahin, noch ein Steintürmchen zu Babel, das wir umgehen müssen.</p>
<p>Wir halten fest: Aus dem jeweiligen Wort geht die zeitliche Beziehung nicht eindeutig bzw. absolut hervor. Also handelt es sich um Konventionen, wie auch Schnelldenker Tim Pritlove bemerkt. Ich habe das Gefühl, dass deren Gültigkeit weder regional noch sonstwie logisch-gruppierbar (geografisch, nach Gesellschaftsschicht etc.) definiert ist, was zu Missverständnissen führt. Wie der Auschnitt aus dem Podcast ja zeigt.</p>
<p>Die einzige logische Erklärung, die mir einfällt: Alles, was nicht diese Woche ist, ist <em>der nächste Irgendwastag</em>. Also ist <em>der nächste Freitag</em> nicht mehr diese Woche, <em>dieser Freitag</em> hingegen schon. Jetzt muss nur noch jemand die Semantik informieren, dass sie doch bitte ab sofort <em>logisch</em> zu funktionieren habe.</p>
<div class="kleiner">Der Audio-Ausschnitt stammt aus dem <a href="http://www2.mobile-macs.de/2009/06/mm029-bumm-zack-return.html">mobileMacs-Podcast #29</a> und fängt an bei 1 Stunde 51. Herzlichen Dank für den unterhaltsamen <em>Tech-Talk</em> mit Zeit für solch schöne Einsprengseln wie dieses!</div>
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