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	<title>Kommentare zu: Keinen Plan, aber erst mal schön standardisieren</title>
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	<description>Whatever you say, it's linguistic.</description>
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		<title>Von: Kim</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/04/19/keinen-plan-aber-erst-mal-schon-standardisieren/comment-page-1/#comment-125</link>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 11:30:04 +0000</pubDate>
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		<description>Dass man auch über Identität spricht, wenn man über Dialekte spricht, liegt auf der Hand. Man könnte sogar sagen, Sprachpolitik-Diskussionen sind eine Stellvertreterdiskussion, gerade in der Schweiz. Ich wollte einfach nicht noch ein Fass aufmachen, da es in diesem Blog ja primär um die Sprache als solches gehen soll.

Ich bin derselben Ansicht, was Identitäten und Esperanto betrifft – die Frage ist halt, wie man das grosse Ganze (die Identität als Weltbürger) mit der lokalen Verankerung zusammenbringt. Und da glaube ich eigentlich, dass die Schweiz in Sachen Sprachen vieles richtig macht. Mehrsprachigkeit ist Teil der Schweizer Selbstverständnisses und das öffnet Horizonte und stärkt gleichzeitig die Identität.

Wenn die Welschen merken, dass die Deuschschweizer ein gespanntes Verhältnis zum Hochdeutsch haben, sind sie verärgert, weil sie meinen, &quot;für uns&quot; Hochdeutsch zu lernen. Aber Hochdeutsch hat nun mal eine Sonderrolle (bzw. &quot;Identitäts-Implikationen&quot;), was man daran merkt, dass dann alle gleich extrem sensibel (bis populistisch) werden. Natürlich wäre ein entspannteres Verhältnis wünschenswert, aber so sind nun mal die momentanen Animositäten. Da nützt es auch nichts, wenn einer daherkommt und die Hochdeutschkompetenz der Schweizer runtermacht. Man müsste vermitteln, dass das Hochdeutsche keine Bedrohung für die Identität ist, sondern Teil eines positiven Selbstbewusstseins sein könnte, aber das ist dann eben nicht so einfach. Und darum wird es noch viele aufgeladene Debatten darüber geben...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass man auch über Identität spricht, wenn man über Dialekte spricht, liegt auf der Hand. Man könnte sogar sagen, Sprachpolitik-Diskussionen sind eine Stellvertreterdiskussion, gerade in der Schweiz. Ich wollte einfach nicht noch ein Fass aufmachen, da es in diesem Blog ja primär um die Sprache als solches gehen soll.</p>
<p>Ich bin derselben Ansicht, was Identitäten und Esperanto betrifft – die Frage ist halt, wie man das grosse Ganze (die Identität als Weltbürger) mit der lokalen Verankerung zusammenbringt. Und da glaube ich eigentlich, dass die Schweiz in Sachen Sprachen vieles richtig macht. Mehrsprachigkeit ist Teil der Schweizer Selbstverständnisses und das öffnet Horizonte und stärkt gleichzeitig die Identität.</p>
<p>Wenn die Welschen merken, dass die Deuschschweizer ein gespanntes Verhältnis zum Hochdeutsch haben, sind sie verärgert, weil sie meinen, &#8220;für uns&#8221; Hochdeutsch zu lernen. Aber Hochdeutsch hat nun mal eine Sonderrolle (bzw. &#8220;Identitäts-Implikationen&#8221;), was man daran merkt, dass dann alle gleich extrem sensibel (bis populistisch) werden. Natürlich wäre ein entspannteres Verhältnis wünschenswert, aber so sind nun mal die momentanen Animositäten. Da nützt es auch nichts, wenn einer daherkommt und die Hochdeutschkompetenz der Schweizer runtermacht. Man müsste vermitteln, dass das Hochdeutsche keine Bedrohung für die Identität ist, sondern Teil eines positiven Selbstbewusstseins sein könnte, aber das ist dann eben nicht so einfach. Und darum wird es noch viele aufgeladene Debatten darüber geben&#8230;</p>
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		<title>Von: Sandro</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/04/19/keinen-plan-aber-erst-mal-schon-standardisieren/comment-page-1/#comment-123</link>
		<dc:creator>Sandro</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 23:38:44 +0000</pubDate>
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		<description>Aber die Frage nach der Identitätsstiftung durch Sprache ist interessant. Man kann nämlich problemlos SOWOHL eine &quot;lokale&quot; (dialektale) Identität haben WIE AUCH eine weitergehende (sei das als Schweizer, als Deutsch-Muttersprachler, als Europäer, als Westler oder, nach Ludwig Zamenhofs Ideal, als Teil der gesamten &quot;Menschenfamilie&quot;)

Gerade im Zusammenhang mit Lokalpatriotismus (FCB-Anhängerschaft lässt grüssen...) und Nationalstolz (erkennbar z.B. an der Wahrnehmung der Rolle der Schweiz im 2. Weltkrieg oder an der täglich vor Mitternacht auf Radio DRS gesendeten Nationalhymne) wird offensichtlich: Das eine schliesst das andere nicht aus. 

Das wurde mir erstmals richtig klar, als ich das bei Zamenhof (oder einem in seiner Tradition stehenden Autoren)  gelesen habe, denn bei den Überlegungen zu Esperanto kommt dem Zusammenhang zwischen Sprache und Identität natürlich eine grosse Bedeutung zu.

Ob nun das (wohl agglutinierende, aber doch sehr europäisch geprägte) Esperanto tatsächlich zur Stiftung einer globalen &quot;Menschheits-Identität&quot; fähig wäre, bezweifle ich, wohingegen diese Sprache als Hauptarbeitssprache in der EU geradezu prädestiniert zu sein scheint.

In der Hoffnung, dass die Menscheit, ob mit oder ohne Esperanto, kapiert, dass sie (zumindest grösstenteils;) aus Menschen besteht und nicht aus &quot;Freund&quot; und &quot;Feind&quot; grüsst aus Basel

Sandro</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aber die Frage nach der Identitätsstiftung durch Sprache ist interessant. Man kann nämlich problemlos SOWOHL eine &#8220;lokale&#8221; (dialektale) Identität haben WIE AUCH eine weitergehende (sei das als Schweizer, als Deutsch-Muttersprachler, als Europäer, als Westler oder, nach Ludwig Zamenhofs Ideal, als Teil der gesamten &#8220;Menschenfamilie&#8221;)</p>
<p>Gerade im Zusammenhang mit Lokalpatriotismus (FCB-Anhängerschaft lässt grüssen&#8230;) und Nationalstolz (erkennbar z.B. an der Wahrnehmung der Rolle der Schweiz im 2. Weltkrieg oder an der täglich vor Mitternacht auf Radio DRS gesendeten Nationalhymne) wird offensichtlich: Das eine schliesst das andere nicht aus. </p>
<p>Das wurde mir erstmals richtig klar, als ich das bei Zamenhof (oder einem in seiner Tradition stehenden Autoren)  gelesen habe, denn bei den Überlegungen zu Esperanto kommt dem Zusammenhang zwischen Sprache und Identität natürlich eine grosse Bedeutung zu.</p>
<p>Ob nun das (wohl agglutinierende, aber doch sehr europäisch geprägte) Esperanto tatsächlich zur Stiftung einer globalen &#8220;Menschheits-Identität&#8221; fähig wäre, bezweifle ich, wohingegen diese Sprache als Hauptarbeitssprache in der EU geradezu prädestiniert zu sein scheint.</p>
<p>In der Hoffnung, dass die Menscheit, ob mit oder ohne Esperanto, kapiert, dass sie (zumindest grösstenteils;) aus Menschen besteht und nicht aus &#8220;Freund&#8221; und &#8220;Feind&#8221; grüsst aus Basel</p>
<p>Sandro</p>
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		<title>Von: Kim</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/04/19/keinen-plan-aber-erst-mal-schon-standardisieren/comment-page-1/#comment-121</link>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 16:51:12 +0000</pubDate>
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		<description>Naja, eher geschickt (bis billig) aus der Affäre gezogen ;) Die ganze Sprachpolitik-, Bildungs- und Identitätspolitik hat ja nichts mehr direkt mit Linguistik zu tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja, eher geschickt (bis billig) aus der Affäre gezogen ;) Die ganze Sprachpolitik-, Bildungs- und Identitätspolitik hat ja nichts mehr direkt mit Linguistik zu tun.</p>
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		<title>Von: ke</title>
		<link>http://www.jimynu.ch/blog/2010/04/19/keinen-plan-aber-erst-mal-schon-standardisieren/comment-page-1/#comment-120</link>
		<dc:creator>ke</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 00:16:37 +0000</pubDate>
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		<description>Genialer Schlusssatz! :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Genialer Schlusssatz! :)</p>
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